Lasst es bleiben! Aufhören! Es ist eh alles für den Papierkorb!

Nur eine kurzer Hinweis vorne weg: sollte im folgenden Text dann und wann der Eindruck entstehen, ich hätte einige Vorurteile gegenüber bestimmten Berufsgruppen, so mag das insofern zutreffen, als dass ich tatsächlich einen Haufen Klischees kenne und sie auch ganz gerne in liebevoller und humoristischer Art und Weise pflege. So ist mir durchaus klar, dass nicht alle Musiker chaotische Technik-Versager sind, die sich einen Termin keine 5 Minuten merken können, das hält mich aber nicht davon ab, ein herzliches „So sind sie eben, die Musiker“ in den Raum zu werfen, wenn ein Musiker sich mal wieder wie ein chaotischer Technik-Versager benimmt, der sich einen Termin keine 5 Minuten merken kann.

Am Rande des Auftritts von Heinz Ratz im Rahmen seines Flussprojekts „Die Lee(h)re der Flüsse“ in der Sparte4 in Saarbrücken hatte ich eine Diskussion mit einem Vertreter der Berufsgruppe der Pädagogen, bei der ich mehr und mehr den Eindruck bekam, dass wir uns um die Zukunft in diesem Land wirklich keine Sorgen mehr machen müssen. Dieses Land hat keine Zukunft. Null. Verschissen. Aus und vorbei. Zumindest falls dieser Mensch einen typischen Vertreter seiner Berufsgruppe darstellen sollte – eine Reihe von Klischees in diese Richtung vereint er zumindest in seiner Person. Ich versuche hier mal kurz zusammen zu fassen, was er mir in seiner unendlichen Weisheit (die mag er wohl in seinem Studium der Sozialwissenschaft wie üblich mit Löffeln – natürlich aus recycelter Dachpappe oder so – verspeist haben) als Erklärung für diese Welt präsentiert hat:
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Jetzt weiss ich, was Merkel meinte…

Ja, auch ich habe mich darüber lustig gemacht, als Merkel meinte:

Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.

Wer hätte gedacht, dass es eine Ministerin aus Merkels Kabinett sein würde, die uns zeigt, was damit gemeint ist. Die möchte nämlich unbedingt ein Gesetz, das die Grundlage für ein undemokratisches, undurchschaubares und unkontrollierbares Zensursystem im Internet sein kann (soll?). „Jetzt weiss ich, was Merkel meinte…“ weiterlesen

Petitionen sind eine tolle Sache

Vor allem die Möglichkeit, Petitionen online einzureichen und zu unterstützen. Wirklich eine prima Angelegenheit. So lange es funktioniert. Jetzt kann man natürlich vermuten, dass es einfach technische Probleme sind, die Plattform nicht für die Anforderungen taugt und überhaupt das alles großer Mist ist, was der Dienstleister da für viel Geld hingestellt hat. Oder vielleicht ist es auch Absicht, dass das System bei besonders erfolgreichen Petitionen einfach eine Art „Performance-Notbremse“ zieht? 

Noch weiss ich nicht, was ich lieber glauben mag: dass hier Steuergelder raus geschmissen werden für ein System, dass die gestellten Anforderungen nicht erfüllt, weil es vor der Abnahme nicht anständig geprüft wurde oder dass wir alle verarscht werden? Wären mir unsere Volksvertreter und ihre Mitarbeiter lieber blöd oder lieber hinterhältig? Pest oder Cholera? Ich kann mich einfach nicht entscheiden…

Petition gegen Wahlcomputer

Über Wahlcomputer hat man schon so einiges gehört. Bei der letzten Wahl eines Präsidenten in den USA gab es auch schon ganz komische Geschichten über diese Kisten. Und zuletzt wurde unter Mitwirkung des CCC gezeigt, dass diese Maschinen relativ einfach manipulierbar sind. Und nicht zu vergessen ist die Frage ob und wie Wahlen nachprüfbar sind. Mit einer Wahl auf Papier und Stift ist das kein Problem. Jeder könnte ohne besondere Kenntnisse die ausgefüllten Wahlzettel nehmen und nachzählen. Diese Möglichkeit besteht bei Wahlcomputern nicht mehr.
Aber das ist ja alles in der Petition beschrieben, die Ihr jetzt bitte alle mit unterzeichnet. Und bevor jemand einen Fake vermutet: es hat einen guten Grund, dass die Petition auf einem britischen Server liegt:

Das System öffentliche Petition des Deutschen Bundestages basiert auf einem System des Schottischen Parlaments und den dort gesammelten Erfahrungen.

Im Rahmen eines Modellversuchs werden die Internetseiten öffentliche Petition von International Teledemocracy Centre an der Napier Universität in Edinburgh zur Verfügung gestellt.

(via Spreeblick u.a.)

Auch schon in meinen privaten Weblog veröffentlicht