Petitionen sind eine tolle Sache

Vor allem die Möglichkeit, Petitionen online einzureichen und zu unterstützen. Wirklich eine prima Angelegenheit. So lange es funktioniert. Jetzt kann man natürlich vermuten, dass es einfach technische Probleme sind, die Plattform nicht für die Anforderungen taugt und überhaupt das alles großer Mist ist, was der Dienstleister da für viel Geld hingestellt hat. Oder vielleicht ist es auch Absicht, dass das System bei besonders erfolgreichen Petitionen einfach eine Art „Performance-Notbremse“ zieht? 

Noch weiss ich nicht, was ich lieber glauben mag: dass hier Steuergelder raus geschmissen werden für ein System, dass die gestellten Anforderungen nicht erfüllt, weil es vor der Abnahme nicht anständig geprüft wurde oder dass wir alle verarscht werden? Wären mir unsere Volksvertreter und ihre Mitarbeiter lieber blöd oder lieber hinterhältig? Pest oder Cholera? Ich kann mich einfach nicht entscheiden…

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

2 Gedanken zu „Petitionen sind eine tolle Sache“

  1. Na, glauben wir mal an Pest. Es wird keine gewollte Performancebremse sein. Aber gewiss das altkenannte Problem öffentlicher Ausschreibungen, bei denen der Billigste den Zuschlag erhält und danach das Pflichtenheft runtergestrickt wird. Immerhin wurde am System jetzt solange herumgefrickelt, dass jeder die Petition wieder zügig zeichnen kann.

    Also bis zum 17.02.09 weiter mitmachen. Und vor allem auch danach das Gespräch über das Bedingungslose Grundeinkommen am Laufen halten. Mit dem Ende der Petition darf damit nicht Schluss sein!

    kunstuni.de

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