Zuerst war er ja ganz amüsant…

Schon mal das Blog „Mein Parteibuch“ gelesen? Anfangs war es ganz amüsant, zu lesen, wie der Autor sein einfach gestricktes Weltbild („SPD gut, alle anderen böse oder zumindest doof“) beschrieben hat. Aber zwischenzeitlich sind seine seltsamen Verschwörungstheorien nur noch peinlich. So peinlich, dass nicht mal mehr seine Genossen von ihm verlinkt werden wollen.
Amüsant sind aber durchaus noch die Kommentare:

Martin S. Hagen sprach am 25. Juli 2005 um 10:57h
Mir scheint, Bartels ist bei den eigenen Genossen weit weniger beliebt als bei der liberalen Blogger-Gemeinde 😉

wirtschaftsweiser_ch sprach am 25. Juli 2005 um 11:24h
die liberalen müssen doch für jeden und alles verständnis aufbringen. alles andere weäre unliberal. ;o)

Inzwischen haben die WebSozis in ihrem Blog eine Stellungnahme zum „Fall Bartels“ veröffentlicht. Ob es die Art von Bekanntheit war, die Marcel mit seinem Blog erreichen wollte? Er scheint sich ja darüber keine wirklich ernsthaften Gedanken zu machen und das alles eher als einen tollen Spass zu sehen… Zumindest über fehlende Links kann er sich nicht beschweren, wenn er so weiter macht ist er bald von jedem politischen Weblog (außer es ist eins eines WebSozis 😉 ) in DE verlinkt sein…

Wer den Spass hat, der hat die Macht…

Tja, durch die vorgezogene Bundestagswahl entgeht uns im Wahlkampf eine Menge Blöedsinn – so konnte man im letzten J.B.O.-Newsletter lesen:

Wie bereits auf den Konzerten propagiert wurde, hatten J.B.O. vor, eine Partei zu gründen und sich bei der Bundestagswahl aufstellen zu lassen. Leider wurde dieses Vorhaben aufgrund der voraussichtlich vorgezogenen Neuwahlen, und der damit nicht mehr einzuhaltenden Fristen für Parteineugründungen, zunichte gemacht. Bei der nächsten regulären Bundestagswahl heißt es dann aber: WÄHLT J.B.O.!

Schade eigentlich, hätte sicher ne Menge Spass in den Wahlkampf gebracht…

Soviel kann man gar nicht fressen…

Das muss man sich mal geben, darüber nachdenken und dann bleibt eigentlich nur noch kotzen gehen…
38 Prozent der Deutschen sind also der Meinung „Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maße überfremdet“ und 25% denken sogar „Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige, starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert.“
Aber das ist doch noch nicht das heftigste, es kommt noch besser: „ohne Judenvernichtung würde man Hitler heute als großen Staatsmann ansehen“. 16% der West- und 6% der Ostdeutschen glauben das. Ja spinnen die denn total? Haben die vergessen, was Adolf noch so alles angezettelt hat? Zweiter Weltkrieg? Schon mal gehört? Die glauben doch echt, dass Adolf nichts weiter gemacht hat als Autobahnen bauen und Juden umbringen zu lassen?

Wieder mal Umfragen

Und wieder mal wurde gefragt, wem die Wähler denn ihre Stimme zu geben gedenken. Viel hat sich im Vergleich zu den bisherigen Umfragen nicht geändert: CDU/CSU 44%, FDP 7%, SPD 27%, Grüne 8% und die Linkspartei 11% – damit hat auch in dieser Woche schwarz-gelb eine Mehrheit und die Zeiten von rot-grün wären vorbei… Aber es ist ja noch was hin bis zur Wahl…

Bayern, NRW und die Rechtschreibreform…

Na das sind ja tolle Aussichten für die Bundespolitik für den Fall, dass die Union wirklich stärkste Fraktion im Bundestag wird. Man kann ja von der Rechtschreibreform halten was man will, aber die Aktion von Bayern und NRW ist in jedem Fall ein noch größerer Blödsinn.
Erst wird Anfang Juli beschlossen, die neue Rechtschreibung zum 1.8. verbindlich einzuführen, dann kommen die kurz vorher mit einem Sonderweg an. Was ein Spass – wozu auch eine bundesweit einheitliche Rechtschreibung oder was?

Kurz davor rief die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Johanna Wanka (CDU), die Unionsländer eindringlich dazu auf, die neuen Schreibweisen wie geplant einzuführen. Hunderttausende Kinder schrieben bereits nach den neuen Regeln, sagte sie im ZDF-«Morgenmagazin». Außerdem wäre eine Verschiebung «Wasser auf die Mühlen» deren, die prinzipiell gegen den Bildungsföderalismus sind.

Tja, und wie viel Wasser das ist…

Schweinereien im Wahlkampf

Bei Telepolis gelesen:

Im Wahlkampf geht es darum, Aufmerksamkeit für die Personen und Themen einer Partei zu erzielen. Eingesetzt werden dazu alle verfügbaren Propaganda- und Kommunikationsmittel. Seit den letzten Jahren gehört dazu auch mehr und mehr das Internet, also die Publikation von Websites, das Betreiben von Blogs, das Anbieten von Werbemitteln und auch die gezielte Beeinflussung der Web-Öffentlichkeit durch „verdeckte Operationen“. In Österreich ist letzteres gerade zur empörten Kritik geführt.

Weder glaube ich, dass nur in der ÖVP solche Überlegungen anstellt werden, noch dass es solche Überlegungen in deutschen Parteien nicht genauso gibt.