Andreas Scheuer muss weg

Andreas Scheuer muss weg

Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht genug Gründe, um Andreas Scheuer aus dem Verkehrsministerium zu jagen, alleine die Unsummen an Steuergeldern, die er mit der PKW-Maut versenkt hat, nein, er behindert dann auch noch den Untersuchuchungsausschuss zu der Sache. Und auch seine Bevorzugung Bayerns bei der Kohle für den Straßenbau wäre ein guter Grund, ihn von diesem Ministerposten zu entfernen.

Vielleicht hat Merkel da eine Wette mit einem anderen Regierungschef am Laufen, wer einen erwiesenermaßen unfähigen Minister am längsten im Amt halten kann? Oder Scheuer hat irgendwas gegen Merkel in der Hand? Irgendeinen Grund muss es haben, warum diese Niete weiterhin im Amt ist. Diesen Grund werden wir wahrscheinlich nie erfahren, dafür gäbe es einen neuen Grund ihn aus dem Amt zu jagen…

Die Bundesregierung hat eine „Investitionsoffensive“ für die Bahn angekündigt. Diese ist auch dringend nötigt, denn Deutschland muss eine Verkehrswende schaffen, um nachhaltig den Ausstoss von CO2 zu reduzieren. Es müssen also mehr Menschen statt mit dem eigenen PKW zum Beispiel mit der Bahn fahren. Damit das möglich wird, muss in das Schienennetz investiert werden.

Was das aber für eine „Investitionsoffensive“ sein soll, wenn das Verkehrsministerium in den kommenden Jahren weniger Geld für Investitionen ins Schienennetz ausgeben will, das weiß wohl der Scheuer ganz alleine. Wenig überraschend, dass in das Fernstraßennetz weiterhin deutlich mehr als in die Schiene investiert werden soll: 2,5 Milliarden dieses Jahr für die Straße – aber nur knapp über 1,5 Milliarden in das Schienennetz.

Natürlich passt das perfekt zum bisherigen Vorgehen der Bundesregierung: Große Geschichten vom Klimaschutz erzählen, aber dann höchstens halbherzig ein bisschen Symbolpolitik. Wenn überhaupt. Aber klar, was soll man auch machen, wir wissen ja erst seit 40 Jahren, dass wir unsere Atmosphäre aufheizen und was das für Folgen hat, da müssen wir ja jetzt nicht anfangen uns zu beeilen…

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Beitragsbild von Martin Winkler auf Pixabay

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

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