Wir sind alle Terroristen, Kinderpornografen, Mörder, Raubkopierer, …

Diese Überschrift habe ich schon letztes Jahr verwendet. Geändert hat sich seitdem scheinbar nichts, im Gegenteil, inzwischen ist es quer durch alle Parteien wohl normal geworden, die Bürger (auch Wahlvieh genannt) unter Generalverdacht zu stellen. Andres lässt es sich nicht erklären, dass die tatsächlich auch noch die Kundendaten der Provider wollen. Sondern mal vorab, vorbeugend. Klar, könnte ja jeder demnächst im Netz kriminell werden und wenn man dann schon mal alle Daten hat… kopfschüttel
Und da regt sich noch jemand über die stümperhaften Überwachungsversuche der Stasi auf? Hallo?
Nico glaubt zwar, dass das Thema keine Sau interessiert – aber ganz stimmt es dann nicht. Es interessiert durchaus einige Leute. Nur leider noch nicht genug Menschen… Viel zu viele denken eben, dass wäre für sie uninteressant, weil sie doch „nichts zu verbergen hätten“, dabei sollte jeder was zu verbergen haben, wirklich.

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

2 Gedanken zu „Wir sind alle Terroristen, Kinderpornografen, Mörder, Raubkopierer, …“

  1. Irgendwie komme ich mir vor wie in einem Trashfilm, 2006, 1984 war gestern.Nicht genug, das es nun Reisepässe mit RFID, biometrischen Merkmalen gibt, Minister Schily läßt sich auch nicht von den aufgezeigten Schwächen dieser Technologie beeindruck

  2. Ich hoffe ja darauf, dass die sehr schwierige, aufwändige Umsetzung des Gesetzes (z.B. für IT-Firmen) noch so viel Gegenwind erzeugt, dass das Gesetz entweder geändert wird (das nehme ich an) oder einer vom Staat geduldeten flächendeckenden Ignorierung anheimfallen wird.

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