Steinmeier und der Schrödersche Putinismus

Inmitten der Nato-Manöver in Polen und im Baltikum meldet sich nun plötzlich der deutsche Außenminister und designierte Bundespräsidentenkandidat der SPD Frank-Walter Steinmeier zu Wort, kritisiert diese Übungen scharf und stellt gleichzeitig die auf Grund der Annexion der Krim verhängten Sanktionen gegen Russland in Frage, ohne dabei Rücksprache mit seiner Regierungschefin, der Kanzlerin gehalten zu haben.
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Punkt für Putin…

Nein, ich bin echt kein Fan von Putin. Und ich verstehe bis heute nicht, wie unser Ex-Kanzler Schröder dazu kam, Putin als „lupenreinen Demokraten“ zu bezeichnen. Echt nicht. Und irgendwelche abmahnfähigen Vermutungen lasse ich mal lieber bleiben, da darf sich jeder seine eigene Gedanken zu machen.
Aber beim EU-Russland-Gipfel hat der Mann einen Punkt geholt:

Die Kanzlerin kritisierte das Anreiseverbot für Oppositionsführer Garry Kasparow, der in Moskau festgehalten (mehr…) wurde, ohne dabei Kasparows Namen zu nennen: Sie habe jedes Verständnis für die Festnahme von Gewalttätern. „Aber wenn jemand nichts gemacht hat, sondern nur auf dem Weg zu einer Demonstration ist, ist das aus meiner Sicht nochmal eine andere Sache“, sagte Merkel.

Der russische Präsident war merklich verstimmt und ging in die Offensive: Auch Deutschland wende schließlich solche „Maßnahmen“ an, sagte Putin und verwies dabei süffisant auf die Razzien gegen G-8-Kritiker in Hamburg.

Da kann Frau Merkel noch so sehr versuchen sich da raus zu reden, aber so ganz daneben lag der russische Präsident damit ja nun nicht…