Noch mehr Parasiten

Jetzt wissen wir endlich, wer an der Misere im Gesundheitssystem schuld ist! Der „SPD-Gesundheitsexperte“ Karl Lauterbach klärt uns auf:

„Die PKV lebt im Grund parasitär von den gesetzlichen Kassen“, so Lauterbach. Dieses Verhalten sei „nicht schützenswert“.

Wie schön, dass uns unserer Politiker die Welt erklären: Privatpatienten sind Parasiten, Arbeitslose sind Schwarzarbeiter… was kommt als nächstes?

Einsparungen bei Medikamenten

Also 1,3 Millionen Euro jährlich soll das Arzneimittel-Sparpaket den gesetzlichen Krankenkassen sparen. Ärzte werden damit verpflichtet nach Möglichkeit günstigere Medikamente zu verschreiben – so es eine günstigere Alternative gibt, Und als Anreiz für die Versicherten werden diese bei entsprechend günstigen Medikamenten von der Zuzahlung befreit.
Ich persönlich wüsste ja noch einen ganz andere Möglichkeit die Versicherten zu motivieren für ein wenig Sparsamkeit zu sorgen: gebt den gesetzlich Versicherten die Option wie Privatpatienten erst mal aus der eigenen Tasche Ärzte und Medikamente zu bezahlen – im Gegenzug zahlen sie geringere Prämien an die Krankenkassen. Da würde ich was wetten, wie schnell die Patienten auf einmal darauf achten, dass ihnen keine unnötigen Untersuchungen und Medikamente verschrieben werden. Es würde auch alleine mal reichen, wenn man als gesetzlich Versicherter über die Kosten der eigenen Behandlungen und Medikamente informiert werden würde…

Warum unsere Krankenkassenbeiträge immer weiter steigen…

Rund 20 Milliarden kostet Abrechnungsbetrug jährlich die Krankenkassen in Deutschland – eine Schätzung von Transparency International. Wie das läuft? Na zum Beispiel über Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für fiktive Mitarbeiter oder fiktive Rezepte. Und wer verdient daran? Jeder, der mit macht, da spielen Ärzte, Apotheker, Arbeitgeber und auch Versicherte mit.
Bei den Ausmaßen, die diese Form des Sozialbetrugs annimmt kann einem nur noch schlecht werden:

Rund 1.100 Fälle hat die „AG Ärzte“ in den vergangenen vier Jahren in Hessen bearbeitet, 1.300 sind noch offen. Hervorgekommen ist, wie Becker-Toussaint es ausdrückt, „eine unglaubliche Plünderung unserer Sozialsysteme.“ Doch die meisten Verfahren gegen die Ärzte mussten gegen eine Geldbuße einstellt werden, sagt Staatsanwalt Alexander Badle. „Wenn wir alles vor Gericht bringen würden, würden wir unseren Laden doch nur selbst lahm legen.“

(via bloggnjus)