Noch mehr Parasiten

Jetzt wissen wir endlich, wer an der Misere im Gesundheitssystem schuld ist! Der „SPD-Gesundheitsexperte“ Karl Lauterbach klärt uns auf:

„Die PKV lebt im Grund parasitär von den gesetzlichen Kassen“, so Lauterbach. Dieses Verhalten sei „nicht schützenswert“.

Wie schön, dass uns unserer Politiker die Welt erklären: Privatpatienten sind Parasiten, Arbeitslose sind Schwarzarbeiter… was kommt als nächstes?

Das wird eine richtig tolle Gesundheitsreform

Also fassen wir zusammen wer was will mit der Gesundheitsreform: die SPD will eine Bürgerversicherung, die Union eine Kopfpauschale, der Finanzminister will den Bundeshaushalt entlasten, sparen wollen eh alle, …
Oder einfach wie es die Bundeskanzlerin sagt: „Es wird tendenziell teurer werden“. Jetzt muss man sich nur noch in der großen Koalition einigen, auf welchem Weg wem wie viel Geld zusätzlich abgeknöpft wird. Sollen alle über einen „Gesundheitssoli“ abkassiert werden? Oder nur ein Aufschlag für privat Versicherte? Aber dafür will sich die Bundesregierung ja noch bis zum Sommer Zeit lassen, denn es geht ja schließlich „Qualität vor Schnelligkeit“. Ist schon klar. Anzunehmen ist, dass am Ende nur ein paar Schrauben gedreht werden, noch ein bisschen mehr eingespart wird, dafür werden die Versicherten oder auch alle etwas mehr zahlen und dann lässt man das wieder ein paar Jahre laufen.
Jetzt könnte man natürlich noch ganz blöd fragen, warum denn die Gesundheitsministerin nicht am ersten Treffen der Koalition zum Thema teil nehmen darf… oder wollte sie gar nicht?

Einsparungen bei Medikamenten

Also 1,3 Millionen Euro jährlich soll das Arzneimittel-Sparpaket den gesetzlichen Krankenkassen sparen. Ärzte werden damit verpflichtet nach Möglichkeit günstigere Medikamente zu verschreiben – so es eine günstigere Alternative gibt, Und als Anreiz für die Versicherten werden diese bei entsprechend günstigen Medikamenten von der Zuzahlung befreit.
Ich persönlich wüsste ja noch einen ganz andere Möglichkeit die Versicherten zu motivieren für ein wenig Sparsamkeit zu sorgen: gebt den gesetzlich Versicherten die Option wie Privatpatienten erst mal aus der eigenen Tasche Ärzte und Medikamente zu bezahlen – im Gegenzug zahlen sie geringere Prämien an die Krankenkassen. Da würde ich was wetten, wie schnell die Patienten auf einmal darauf achten, dass ihnen keine unnötigen Untersuchungen und Medikamente verschrieben werden. Es würde auch alleine mal reichen, wenn man als gesetzlich Versicherter über die Kosten der eigenen Behandlungen und Medikamente informiert werden würde…