Panik in der SPD

So langsam fragt man sich, wann einigen sog. Spitzenpolitikern die Gabe der Vernunft verloren gegangen ist – so sie denn vorhanden war. Was bitte sollen die Attacken gegen den Bundespräsidenten denn bringen? Das sieht mir ziemlich nach einem versuchten Ablenkungsmanöver aus. Nachdem die rot-grüne Koalition einiges an Kritik und Prügel einstecken musste dachten sich wohl ein paar, dass auch andere mal einstecken sollten. Sorry, aber mit solch billigen Vorwürfen klappt das nicht. Warum befassen die sich denn nicht mit den wirklich wichtigen Themen – wenn schon nicht mit denen für Deutschland wichtigen Themen, dann doch zumindest mit denen, die für die SPD wichtig sind, wie die Diskussion, ob ein „Weiter so“ wirklich der Bringer sein kann für die nächste Bundestagswahl (wann immer die auch statt finden wird).
Aber das scheint wohl zu viel verlangt… meinen die denn wirklich mit ein der Agenda 2010 und ein bisschen Kapitalismus-Kritik können sie die Wahl gewinnen? Ich glaube ja nicht daran…

Und noch ein Politblog…

Politische Blogs sind ja seit Schröders Neuwahl-Ankündigung ganz massiv im Kommen. In meinem persönlichen Weblog hatte ich ja schon länger eine Kategorie für politische Themen. Daraus ein Gruppenblog zu machen war mal wieder eine spontane Idee. In einer Diskussion über die (Schief-)Lage der Nation brachte Gerald den Begriff „Kamikaze-Demokratie“. Was ist Kamikaze-Demokratie? Schaut Euch einfach mal an, was die Spitzen-Politiker derzeit treiben – das ist Kamikaze-Demokratie. Politik machen, die das Wahlvolk nicht mehr versteht oder auch nur nachvollziehen kann. Politik machen, die dafür sorgt, dass immer mehr Menschen sich enttäuscht oder angewidert von eben jener abwenden und sich nicht mal mehr dazu bewegen lassen, wählen zu gehen. Politik mit dem Argument betreiben es gäbe keine Alternative – warum noch wählen, wenn es doch eh keine Alternative gibt?
Klar kann ein Blog nichts verändern, aber ein Blog kann dokumentieren und kommentieren und genau das wollen wir hier. Nicht immer bierernst, wie alleine schon an der Titelgrafik zu sehen ist – auch wenn einem immer öfter das Lachen im Hals stecken bleibt.

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