Lyssa & Angie

Man kann es sich ja mal anschauen: Lyssa trifft Angela Merkel. Mir ist Angela Merkel deswegen kein Stück sympathischer! Nur weil sie sich von einer Bloggerin interviewen lässt, einen iPod hat und einen Video-Podcast baut ändert das nichts an der Politik für die sie steht… Ich bleibe dabei: Not my Bundeskanzlerin.
Die beste Zusammenfassung liefert Holgi:

Nicht egal, sondern sehr ärgerlich finde ich den ganzen Film. In dessen Folge wird die Menge der Menschen wieder ein wenig wachsen, die Angela Merkel irgendwie-ja-doch-ganz-sympathisch finden und deshalb noch weiter verdrängen, dass diese Frau einer Regierung vorsteht, die damit befasst scheint, diese Gesellschaft zu entsolidarisieren.

Respekt dem Kanzleramt für diese PR-Leistung. Günstiger geht das kaum.

Und da drüben gibt es noch eine nette Diskussion dazu (via).

26.000 Euro für vier Video-Ansprachen

Nicht schlecht: für die ersten vier Ausgaben des „Video-Podcasts“ – ja, die wöchentliche Neujahrsansprache im Netz – unserer Bundeskanzlerin wechselten mal eben 26.000 Euro den Besitzer. Und wer hat es erfunden bezahlt? Genau, wir.
Okay, im Vergleich zu anderen Summen in der Bundespolitik nicht wirklich viel – man denke nur daran, was das neue Arbeitsamt-Logo gekostet hat. Aber mal ernsthaft: 26.000 Euro? Echt jetzt? Wofür denn?
(via Spreeblick)

Merkelcast

Na da schau an, unsere (nein, nicht meine ;-)) Bundeskanzlerin videocastet jetzt also. Jede Woche soll es „Die Kanzlerin direkt“ geben. Auch bei iTunes gelistet. „Huch, sind denn schon wieder Wahlen?„, war mein erster Gedanke – und ich will wetten, da bin ich nicht alleine.
Mal schauen, wie lange es diesen Videocast geben wird. Jede Woche? Wie viel Podcast-Hörer gibt es in Deutschland? Alex Wunschel schätzt die Zahl auf 80.000 bis 750.000. Und wie viele davon werden sich jede Woche eine Neujahrsansprache von Frau Merkel anhören wollen?