26.000 Euro für vier Video-Ansprachen

Nicht schlecht: für die ersten vier Ausgaben des „Video-Podcasts“ – ja, die wöchentliche Neujahrsansprache im Netz – unserer Bundeskanzlerin wechselten mal eben 26.000 Euro den Besitzer. Und wer hat es erfunden bezahlt? Genau, wir.
Okay, im Vergleich zu anderen Summen in der Bundespolitik nicht wirklich viel – man denke nur daran, was das neue Arbeitsamt-Logo gekostet hat. Aber mal ernsthaft: 26.000 Euro? Echt jetzt? Wofür denn?
(via Spreeblick)

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

2 Gedanken zu „26.000 Euro für vier Video-Ansprachen“

  1. Licht, Ton, Kamera, Makeup, Schnitt, Konvertieren, Konzept, eventuell Hardware.

    Also ich finds nicht wirklich viel, wobei man natürlich drüber streiten kann, ob das gut angelegt ist.

    Ich vermute auch mal stark das Geld kommt aus einem sowieso vorhandenen Topf für Pressearbeit und wäre so oder so verballert worden.

    Finde die „Aufregung“ jedenfalls ein wenig übertrieben.

  2. Also „wäre so oder so verballert worden“ ist ja wohl schon gar kein Argument. Und wenn man sich die Umsetzung anschaut: zuerst mochte das Video nicht mit Windows, einen richtigen Feed für den „Video-Podcast“ gibt es immer noch nicht… sorry, aber das Geld hätte man deutlich besser anlegen können. Da wurde versucht sich an einen Hype dran zu hängen, ohne einen echten Mehrwert für die Mehrheit der Bevölkerung zu bieten… wer kann denn schon die Videos sehen (ich frage absichtlich nicht, wer das überhaupt will)?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.