Nichts genaues weis man nicht (UPDATE 2)

Nachdem ich versucht habe, etwas mehr über die Seltsamkeiten der angeblichen und mittlerweile fragwürdigen „Tatankündigung im Internet“ zu erfahren, will ich mal versuchen einfach alles (mir) bekannte soweit aufzulisten. So kann jeder seine Schlüsse ziehen.

Ich für mich ziehe ich den Schluss, dass wenn man Blödsinn stapelt auch nicht wirklich schlauer wird. Man hat danach nur noch mehr Fragen. Ich persöhnlich halte bis jetzt die Tatankündigung weiter für einen Fake; auch wenn es einige Ungereimtheiten gibt. Aber das gilt nur für mich und soll jeder selbst entscheiden.
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„Wenn man weiss wer der böse ist, hat der Tag Struktur“. (UPDATE 3)

Das Zitat stammt aus einem Programm von Volker Pispers und beinhaltet wirklich eine simple und doch schmerzhaft sarkastische Erkenntnis.

In unserer Gesellschaft schlägt eine einfache falsche Erklärung meist jede richtige komplexe aus dem Feld. Am Tag nach dem Amoklauf, beweist der Satz wieder seine Richtigkeit. Mehr wird/soll vom gestrigen Tag in der öffentlichen Debatte wohl nicht übrig bleiben.

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Amoklauf = Opfer generated Content? (update)

Da tötet offenbar ein gestörter 17 jähriger in Winnenden, 16 Menschen und sich selbst bei einem Amoklauf. 17 Leben sinnlos genommen, 17 mal Angehörige hinterlassen und ein paar Stunden später hat die grausame Tat dann bereits den Charakter eines Happenings?

Mich stört der Hang in den Medien jede kritischen Abstand zum Gegenstand der Berichterstattung zu verlieren oder gleich gegen puren Voyeurismus einzutauschen sowieso; aber Entschuldigung, ich finde das widerlich. Vielleicht bin ich ja zu unentspannt.

Heute Nachmittag musste ich auf dem Büro-Radio hören, wie der Moderator Zuhörer dazu auffordert anzurufen. Um ihre Erfahrungen, Erlebnisse oder Meinungen bezüglich Amokläufen live im Programm mitzuteilen!?!? Das geht mir persöhnlich über die Geschmacksgrenze.

Was soll das? Liebe Möchtegerntäter und eventuell zuhörende Opfer dieses oder eines anderen Amoklaufs, oder jene mit genug Geltungsdrang um zigfachen Mord zu kommentieren, ruft doch an und liefert uns die Aufreger und/oder Betroffenheit für das Programm frei Haus?

Sehr gut gefällt mir auch ein Bericht bei der Taz, der die Rolle von Twitter beim Amoklauf beleuchten will. Nur gibt es nichts zu beleuchten, außer dem ekelhaften Verhalten des eigenen Berufsstandes vielleicht (der aber eigentlich nicht Gegenstand des Artikels ist) und der Tatsache das es eben nichts zu Berichten gab (was man dann auch breit-tritt). Eine Perle des Journalismus dieser Text.

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