Organspenden

Organspenden

Es gibt nichts, wogegen nicht irgendjemand ist. Egal für wie sinnvoll man als denkender Mensch etwas halten mag: Irgendjemand findet sich immer, der aus den absonderlichsten Gründen und mit den seltsamsten Begründungen dagegen ist. Egal ob es Impfungen sind, Organspenden, freie Wahlen, Gleichberechtigung…

Heute flatterte mal wieder so eine Anti-Organspenderin durch meine Timeline:

ORGANSPENDE NEIN DANKE! Aus aktuellem Anlass, Kanutrainer Stefan Henze starb und er hat ja nun vielen Menschen das Leben gerettet, wird gesagt. Schaut mal hier https://youtu.be/WGsKsoG-6Go Dann versteht ihr erst, dass #Organspende ein Ausschlachten eines lebenden Menschen ist. Dieser bekommt trotz das er angeblich tot ist, Schmerzmittel und Narkose bei der Organentnahme … warum braucht das jemand, der eh nichts mehr mitbekommen sollte? Ich will nicht auf Kosten anderer und Schmerzen anderer ein Organ erhalten, wenn meine Uhr abgelaufen ist, so ist es dann halt. Wie seht ihr das? Bitte seht euch unbedingt zum Thema diesen kurzen Dokubeitrag an https://youtu.be/WGsKsoG-6Go

Garniert mit diesem Bild:

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Inzwischen wirken die Schmerztabletten bei mir, denn nach dem Erspähen dieses Beitrags hatte ich das dringende Verlangen meinen Kopf auf die Tischplatte fallen zu lassen.

Man kann aus ethischen Gründen eine Organspende ablehnen, weil man der Meinung ist, man wolle kein Gewebe und keine Flüssigkeiten fremder Menschen im Körper haben. Muss ich nicht verstehen, aber bitte, okay. Aber diese idiotische Begründung…

Ich bin nun kein Mediziner, aber wenn man ein wenig googelt, dann erfährt man, dass es zu einem festgestellten Hirntod eben auch das Fehlen von Schmerzempfinden im Hirn gehört – Schmerzmittel erhält ein „am Leben“ gehaltener Körper ohne Hirnfunktion also nicht. Was bei der OP dagegen verabreicht wird, sind Muskelrelaxantien:

Muskelrelaxantien werden dagegen verabreicht, um spinale Reflexe, die zu Spontanbewegungen und zum Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz während der Organentnahme führen, zu verhindern.

Auch so andere Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, dass erst nach der Feststellung eines Hirntods geklärt wird, ob der Verstorbene Organspender war oder ob die Angehörigen einer Organentnahme zustimmen… ach was, einfach mal ignorieren und einen gewaltigen Bullshit in die Welt setzen.

Verdammte Scheiße: Organspenden retten Leben! Jeder von uns kann irgendwann in die Situation kommen, auf eine Organspende angewiesen zu sein und ich wünsche es niemandem, nicht mal den Promotern dieser Anti-Organspenden-Propaganda, in so eine Situation zu geraten, aber wenn es so einem mal passieren sollte, dann würde mich interessieren, wie lange der Sinneswandel in der Frage dann dauert. Minuten? Sekunden?

Diese Anti-Organspenden-Propagandisten sollten mal lieber verdammt froh sein, dass Organe erst entnommen werden, nachdem das Hirn des Spenders tot ist und nicht schon, sobald das Hirn nicht mehr benutzt wird…

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

38 Gedanken zu „Organspenden“

  1. Du solltest dich vielleicht ein bisschen besser informieren. Selbst im Deutschen Ethikrat gibt es jetzt sieben Mitglieder, die eine ‚Position B‘ vertreten, die sagt, dass der ‚Hirntod‘ nicht der Tod des Menschen ist. Stellungnahme von 2015 abzurufen auf der WEbseite des Ethikrats. Das Koan der Transplantationsmedizin ist, dass ein ‚Hirntoter‘ niemals als Leiche bezeichnet wird. Er wird auch nicht so behandelt, sondern genau wie alle anderen Patienten im Zustand tiefen Komas. Erst wenn die Beatmung abgestellt wird und dadurch der Herztod eintritt, gilt der Hinrtote nach einhelliger Meinung als tot und der Körper wird als Leiche bezeichnet. Nach dem Hirntod, gilt die Person zwar rechtlich als tot, sie ist nicht mehr Grundrechtsträger oder Inhaber sonstiger Rechte; der Erbfall ist ebenfalls mit der Unterschrift des zweiten Arztes eingetreten. Als Leiche wird der Körper trotzdem nicht bezeichnet, wahrscheinlich weil er noch viele Lebenszeichen aufweist. Autonome Leib-/Körperfunktionen sind bei ‚Hirntoten‘: Reguläre Darm- und Nierenfunktionen; Hormonproduktion; Haar-, Nägel- und Körperwachstum; Infektabwehr und Wundheilung; Entwicklung sekundärer Geschlechtsmerkmale; Schwangerschaft. Bei äußeren Reizen wird in 30-70% der Fälle folgendes beobachtet: Aufrichten, Ausstoßen gurgelnder Laute; Bewegungen der Arme, „Lazaruszeichen“ genannt; Schreitbewegungen der Beine. Diese Lebenszeichen, die nach der aktuellen Gesetzeslage das Tot-Sein des Menschen nicht hindert, verschwinden erst, wenn die künstliche Beatmung abgestellt wird und damit der Herztod eintritt. Werden Organe entnommen, ist das erst am Ende der Organentnahmen der Fall. In manchen Ländern, z. B in der Schweiz (nicht in Deutschland), wird bei der Entnahme doch ein Narkosemittel gegeben. Offenbar ist man sich doch nicht hundertprozentig sicher, ob der ‚Tote‘ noch etwas spüren kann. Das Narkosemittel dient nicht dazu, die „Lazarus“-Bewegungen zu verhindern, da der Hirntote vor der Entnahme festgeschnallt wird. Es sind Ärzte wie Prof. Andreas Zieger, der jahrzehntelang mit Komapatienten gearbeitet hat, die sagen, dass der ‚Hirntod‘ nicht der Tod des Menschen ist. Er hat auf seiner Seite sehr viele Informationen.
    Du bist nur ein Opfer der jahrzehntelangen Gehirnwäsche. Das Geschäft hinter der Organspende sind die Immunsuppressiva für die Transplantierten; sie sind das Millardengeschäft der Pharmaindustrie. Wollte man wirklich Menschen vor einem unnötigen Tod retten, könnten sich die Verantwortlichen um die Krankenhaushygiene kümmern. Geschätzte 40.000 Tote im Jahr! (s. stern v. 11..8.16) Soweit reicht die Nächstenliebe offenbar nicht. Weil daran nicht verdient werden würde, sondern das etwas kosten würde? Man muss schon sehr unterbelichtet sein, wenn man dieses Spiel nicht durchschaut.

    1. Also ich würde hier jemand anders als unterbelichtet bezeichnen… Aber wie gesagt, Glück für Menschen wie dich, dass Organe erst nach dem Hirntod und nicht schon bei Nichtbenutzung des Hirns entnommen werden.
      Und Hirntod ist etwas anderes als ein Koma, denn bei einem Koma funktioniert das Hirn noch – mit einem toten Hirn ist man tot. Kein Hirn, kein Bewusstsein. Und die „Position B“ sagt zwar aus, dass der Hirntod nicht zwangsläufig der Tod des gesamten Körpers bedeutet, aber:

      „Auch für die Vertreter der Position B steht außer Frage, dass dem Gehirn für die Repräsentation von Personalität und Bewusstsein exzeptionelle Bedeutung zukommt.“

      „Trotz der in diesem Punkt also abweichenden Beurteilung stimmen die Positionen A und B aber darin überein, dass mit der Feststellung des Hirntodes eine normative Zäsur verbunden ist. Deshalb hält Position B auch die Organspende unter der Prämisse für ethisch begründbar, dass Patienten mit irreversiblem Ganzhirnversagen nicht tot sind. Der irreversible Ausfall aller mentalen Funktionen hat nämlich durchaus Bedeutung für die Frage nach der Legitimität lebenserhaltender Maßnahmen. Für eine Behandlung von Patienten mit irreversiblem Ganzhirnversagen gibt es (abgesehen von Schwangerschaften) keine medizinische Indikation. Deshalb ist in diesem Zustand ein Abbruch der intensivmedizinischen Behandlung gerechtfertigt und geboten.“

      Und selbstverständlich reicht ein Festschnallen des Körpers für die Organentnahme nicht, schließlich müssen da ziemlich präzise Schnitte gemacht werden und ein Muskelzucken kann da ausreichen ein Organ zu zerstören. Und selbst wenn in manchen Ländern zusätzlich Narkosemittel verabreicht werden, dann ist das möglicherweise eine zusätzliche Maßnahme für alle Fälle, aber medizinisch nicht notwendig.

      1. Werter Herr Dobschat, ganz egal ob man nun an den Hirntod glaubt oder nicht bei 30% Fehldiagnosen (http://www.youtube.com/watch?v=uspv020zyeY) ist man vielleicht doch ganz froh, wenn man ein Narkotikum bekommt mit welcher Begründung auch immer.
        Woher beziehen Sie denn ihr medizinisches Wissen, dass Sie sich so sicher sind? Wussten Sie, dass ein Gerichtsmediziner nicht bereit ist, einen Hirntoten zu sezieren? Also DANN wenn ein Gerichtsmediziner mich für „tot genug“ hält um mich auf zuschneiden, DANN mag das auch der Transplantationsmediziner tun, aber erst DANN. Leider sind dann meine Organe nicht mehr transplantierbar. Sie ahnen es ich bin nicht bereit Teile von mir zu spenden.

        1. Oh Mann… Selbstverständlich wird niemand seziert, der hirntot ist, da der Rest des Organismus auch ohne Hirn noch eine Weile (manche Teile kürzer, andere länger) aktiv bleiben. Kein Gerichtsmediziner will sich diese Sauerei antun. Muss er auch nicht, denn nach dem Hirntod und dem Abschalten intensivmedizinischer Maßnahmen ist der Tod des restlichen Organismus nur eine Frage der Zeit. Wie dämlich kann man sein?

          Ach und woher das Wissen? Kleines Geheimnis: Man kann sich informieren. Seien es entsprechende Veröffentlichungen oder einfach mal mit Ärzten sprechen. Aber klar, die werden natürlich alle von den Pharmafirmen bezahlt, die ja so unglaublich viel Geld mit den entsprechenden Medikamenten machen. Schon klar.

          Und was die Nichtbereitschaft betrifft Organspender zu sein: Meiner Meinung nach sollte Voraussetzung für den Erhalt eines Spenderorgans immer auch die Spendenbereitschaft des potentiellen Empfängers sein. Können Ärzte aber aus ethischen Gründen nicht so machen.

          1. Du schreibst Zitat: „Selbstverständlich wird niemand seziert, der hirntot ist, da der Rest des Organismus auch ohne Hirn noch eine Weile (manche Teile kürzer, andere länger) aktiv bleiben. …“

            Man kann Organe, die woanders verpflanzt werden sollen, nur von lebenden Menschen entnehmen und nur lebende Organe verpflanzen. Der Hirntod ist kein TOD, er ist im eigentlichen Sinne eine Verletzung des Gehirns und viele sind aus dem Koma wieder aufgewacht. Der Hirntod ist eine Erfindung Ende der 60ziger Jahre, um straffrei an lebende Organe zu kommen. Die OP an Hirntoden wird gemacht mit FESTSCHNALLEN DES HIRNTODEN AM OP TISCH, Medikamente die Bewegungsunfähig machen können, Schmerzmittel, welches 100 mal stärker ist als Morphium und in der Schweiz mit Vollnarkose. Der Mensch befindet sich in seinem Sterbeprozess oder Genesungsprozess ganz allein auf dem OP Tisch zum Ausschlachten, er wird von der Kehle bis zum Schambein aufgeschnitten, aufgeklappt und mit Kühlflüssigkeit und Eiswasser befüllt. Die ganze OP schlägt das Herz. Es gibt Anzeichen für Stress während der OP, die Hirntoden zucken bzw. bewegen sich heftig (deswegen das FESTSCHNALLEN oder die Gabe von Medikamenten die Bewegungsunfähig machen!), schwitzen oder bekommen Ausschlag. Berichte von Eltern, die ihre Kinder nach der Organentnahme sahen, geben dem Grauen noch mehr Nachdruck. Die Kinder hatten ein schmerzverzerrtes Gesicht oder sogar ergraute Haare. Die ganze Organentnahme dauert zwischen 3 und 5 Stunden. Selbst erfahrene Krankenschwestern erblassten vom Anblick der Person nach der Organentnahme.
            https://youtu.be/n14kMx3J1LE

            1. Der Hirntod ist kein Koma. Es gibt klare Kriterien für den Hirntod. Da findet keine Genesung mehr statt.
              Und natürlich reagiert ein Körper, der künstlich am Leben gehalten wird, auch wenn das Hirn tot ist.

              Ansonsten nehme ich euch so lange nicht ernst, so lange ich euren tollen „Anti-Organspendeausweisen“ ausschließlich einer Organentnahme widersprochen wird. Ist schon interessant: Einer Organentnahme widersprechen, aber nicht dem Empfang von Organen. Wenn ihr also tatsächlich der Meinung seid, dass der Hirntod nicht das Ende des menschlichen Lebens ist, dann nehmt ihr also für eure eigene Gesundheit billigend in Kauf, dass Menschen für eure Rettung leiden? Das halte ich ethisch und moralisch für mehr als fragwürdig…

  2. Mein Beitrag ist dir also über deine Timeline geflattert. 🙂 Ich empfehle dir, falls du dich wirklich informieren möchtest, folgendes Video. Ein Interview mit Professor Cicero Galli Coimbra, MD, PHD, Lehrbeauftragter Professor für Neurologie und Neurowissenschaften, Landesuniversität Sao Paulo – UNIFESP, Brasilien am Rande des Kongresses „Signs of life“, der am 19. Februar 2009 in Rom statt fand. Wissenschaftler aus aller Welt stellten das Hirntodkonzept in Frage. Das Interview führte Silvia Matthies. Hier der Link https://youtu.be/r5WzwmbbkLA
    Wer nach diesem Interview nicht ein wenig nachdenkt, der sollte sich noch diesen Film hier ansehen. Wer bestimmt am Lebensende? (Doku auf Phönix) https://youtu.be/3L1JFaqd3x4

    Es kann jeder spenden oder nicht, genauso verhält es sich mit Empfängern. Jeder kann tun, was er für richtig hält. Ich war früher vor vielen Jahren, wow, na klar bin ich Organspender. Diese Meinung hat sich jedoch dann geändert, als ich mich wirklich ausreichend informierte. Denn seit dem ich dieses WISSEN habe, werde ich keine Organe spenden und ich will auch keine empfangen, dies ist meine Entscheidung aus vollster Überzeugung.

    Mir fehlt die wirklich fundierte und fachliche Aufklärung. Die weichgespülten Abläufe und Propaganda zum Thema Organspende für die Allgemeinheit, empfinde ich im höchsten Maße als nicht der Wahrheit entsprechend und irreführend.

    Diskutieren kann man nur mit ausreichenden Informationen auf beiden Seiten. Wenn du dir die Videos angesehen hast, bin ich gespannt auf deine Meinung.

    VG Evelyn

    1. Was ich sage? Bullshit.
      1. Es gibt immer jemanden, der irgendwas anzweifelt.
      2. Folgt man deinen Links, dann erhält man keine Informationen, wie die Seiten behaupten, sondern nur Anti-Organspende-Propaganda. Und alles dreht sich um die rein theoretische Frage, ob man einen Menschen als tot bezeichnen kann, wenn aktuell „nur“ sein Hirn tot ist. Das ist deswegen eine rein theoretische Frage, weil mit dem Hirntod auch der Tod des restlichen Organismus nur noch eine Frage der Zeit ist. Siehe „Position B“ des Ethikrats, ich zitiere extra auch für dich:

      „Trotz der in diesem Punkt also abweichenden Beurteilung stimmen die Positionen A und B aber darin überein, dass mit der Feststellung des Hirntodes eine normative Zäsur verbunden ist. Deshalb hält Position B auch die Organspende unter der Prämisse für ethisch begründbar, dass Patienten mit irreversiblem Ganzhirnversagen nicht tot sind. Der irreversible Ausfall aller mentalen Funktionen hat nämlich durchaus Bedeutung für die Frage nach der Legitimität lebenserhaltender Maßnahmen. Für eine Behandlung von Patienten mit irreversiblem Ganzhirnversagen gibt es (abgesehen von Schwangerschaften) keine medizinische Indikation. Deshalb ist in diesem Zustand ein Abbruch der intensivmedizinischen Behandlung gerechtfertigt und geboten.“

      1. Ich habe 11:22 Uhr die Videos hier im Kommentar gepostet. Das eine Video hat eine Länge von 19 Minuten und das andere von 43 Minuten. Wie kann es sein, dass du dann um 11:30 Uhr diesen Kommentar dazu schreibst, obwohl ich dich nach deiner Meinung frage, die du nach ANSEHEN der Videos hast?

        Denn deine Meinung interessiert mich sehr, jedoch nur nachdem du dir diese Dokus angesehen hast.

        So kann man nicht sachlich diskutieren, und ich will so auch nicht diskutieren. Das ist ignorant und genau das ist der größte Fehler der Menschheit heute. Somit können die Massen manipuliert werden und Vorurteile geschürt werden.

        Falls du dir das wirklich angesehen hast, bin ich gerne bereit weiter zu diskutieren, so jedoch, ziehe ich mich aus der Diskussion raus.

        1. Weil ich mir die Videos nicht anschauen brauche, eine kurze Recherche dazu, wer die Videos veröffentlich hat und wer dahinter steht reicht vollkommen aus.
          Tatsache ist, wie ich oben geschrieben habe, ihr Anti-Organspender seid das asozialste und ethisch verkommenste, was mir untergekommen ist, was euer „Anti-Organspendeausweis“ zeigt, auf dem ihr nur ausdrücklich nur einer Organentnahme widersprecht, aber nicht dem Empfang von Spenderorganen. Das ist moralisch verkommen, asozial und widerwärtig, gerade vor dem Hintergrund euerer Behauptung, ein Hirntoter wäre noch zu Schmerzwahrnehmung fähig oder hätte gar noch ein Bewusstsein.

          1. Was Sie mal eben so behaupten, stimmt nachweislich nicht
            Werter Herr Dobschat,
            auf dem Organspendeausweis der BzGA kann man neben 3 JA, 1 Vielleicht auch 1 NEIN ankreuzen. Die Möglichkeit die Implantation eines Fremdorgans auszuschließen gibt es DORT nicht.
            Auf dem Nicht-Organspeausweis von KAO (http://www.initiative-kao.de/Alternativer_Organspendeausweis_KAO.pdf) ist das aber vorgegeben, denn warum sollte man etwas, das man für sich selbst nicht möchte anderen zumuten. Daneben halte ich es nicht für erstrebenswert sich das Organ eines anderen einpflanzen zu lassen.
            Für ethisch sehr fraglich halte ich es Organe anderer Menschen für sich zu beanspruchen. Es gibt keinen Organmangel, jeder hat seine.

            1. Auch durch die Wiederholung wird deine Lüge nicht wahr…

              Die Erklärung auf diesem „Anti-Organspende-Ausweis“ lautet:

              „Ich widerspreche jeglicher Hirntoddiagnostik
              Ich widerspreche der Entnahme von Organen, Geweben und Knochen“

              Beides Widersprüche, die jeder nur für sich erklären kann, nicht für Dritte.
              Da steht nicht „Ich widerspreche dem Empfang von Spenderorganen“.

              Also entweder solltest du lernen besser zu lügen oder aber es unterlassen anderen eine Lüge zu unterstellen, vor allem wenn du den Beweis des Gegenteils direkt mitlieferst.

  3. @ Carsten Dobschat Wer steckt denn hinter den oben genannten Veröffentlichungen? Dazu gehöre unter anderem ich. 35 Jahre tätig für die ARD, davon 10 Jahre bei einem politischen Magazin und 13 Jahre in der Wissenschaftsredaktion der ARD. Für meine Dokumentationen über Medizinethik und Biopolitik , darunter auch zum Hirntod,habe ich einige Preise bekommen, unter anderem auch von einer kritischen Ärzte-Organsisation. Außerdem nehme ich des öfteren als universitären Tagungen als Referentin teil.
    Für Sie zu wenig Expertise? Wenn man wie Sie immer noch staatstreu und naiv Werbebotschaften für Laien herunterbetet, wirkt das ganz schön vermessen. Ihre schlichten Aussagen zum Hirntod spielen in der wissenschaftlichen Diskussion längst keine Rolle mehr.
    Da geht es um :
    -die mangelnde Qualitätssicherung bei der Hirntoddiagnostik
    -die Frage, ob es eine Zustimmung zur Hirntoddiagnostik geben muss
    -um die Vereinbarkeit von Patientenverfügung und Organspende
    -die Spenderkonditionierung vor der Hirntoddiagnostik (u.a. Dt. Ethikrat)
    -Wiederbelebung des möglichen Organspenders trotz infauster Prognose
    (Schöne-Seifert, van Aken Brodner etc)

    Sorry, aber sie sind oberflächlich und deshalb schlecht informiert. Und Sie scheinen alles zu glauben, was Ihnen vorgesetzt wird. Das wundert mich bei einem Linksliberalen/Piraten. Dafür, dass Sie keine Fachliteratur lesen und auch die Brisanz der Aussage einiger Ethikräte garnicht einordnen können, nehmen Sie aber den Mund ganz schon voll. Natürlich ist der Hirntod , sofern er richtig diagnostiziert wurde, eine Zäsur. Aber er handelt sich eben nicht um den Tod, wie auf dem Spenderausweis behauptet wird. Damit ist juristisch eine informierte Zustimmung notwendig, die nicht das Wesentliche verschweigt.

    1. Sorry, aber das ist Bullshit. Ja, einfach nur Bullshit.
      Sich hinzustellen und aus tatsächlich kritikwürdigen Einzelpunkten und mit fleissigem Ignorieren von Tatsachen, die nicht ins gewünschte Bild passen, irgendein Märchen von einer bösen Pharmaindustrie zu dichten, die ja so wild auf Organspenden wäre ist ganz gewaltiger Bullshit. Ebenso das Märchen vom toten Hirn, welches weiterhin ein irgendwie zu einem Bewusstsein oder Schmerzempfinden fähig wäre.
      Und ich bleibe dabei: Wer diesen „Anti-Organspendeausweis“ mit sich rumträgt, der ist moralisch verkommen, asozial und widerwärtig, so lange auf diesem ausschließlich der Entnahme von Organen widersprochen wird, aber nicht dem Empfang von Spenderorganen.
      Es ist relativ simpel: Wer keine Organe spenden will, aus welchen Gründen auch immer, dem steht es frei nicht Organspender zu werden. Wer aber meint, ein paar Brocken echte Kritik am Gesundheitssystem – als gäbe es z. B. Qualitätsprobleme nur bei der Hirntoddiagnostik und nicht insgesamt bei Diagnostik, Behandlung, Operationen usw. – mit Verschwörungstheorien von der bösen Pharmaindustrie zu einem Brei vermengen zu müssen und das ganze dann noch mit dem Bild von angeblich regelmäßig bei Bewusstsein ausgeschlachteten Menschen mischt, der ist nicht seriös, sondern verbreitet Bullshit. Wer sich hinstellt und für sich selbst das Spenden von Organen ablehnt, weil es ja angeblich ein Ausschlachten lebender Menschen wäre, aber andererseits den Empfang von Organen nicht ausschließt und damit in Kauf nimmt, dass andere Menschen für ihn ausgeschlachtet werden (und das laut eigener Behauptung bei Bewusstsein, voller Schmerzen usw.), der ist moralisch verkommen, asozial und widerwärtig.

      1. Ach und noch etwas: Dieses ständige „du bist oberflächlich, schlecht informiert, hast keine Ahnung, bist ein Schlafschaf“ usw. macht die diversen Verschwörungstheorien und anderen Unfug nicht besser oder glaubwürdiger. Eine differenzierte Diskussion und der Austausch von Argumenten ist etwas anderes.

        1. Herr Dobschat, Sie sollten nicht von sich auf andere schließen. Außer Beschimpfungen aus Ihrer Feder habe ich hier noch kein nachvollziehbares Argument von Ihnen hier gefunden, leider.

          1. Beschimpfungen? Soso…
            Und wenn du keine nachvollziehbaren Argumente zu finden glaubst, dann mag das an deiner vorgefertigten Meinung liegen, die du dir doch nicht kaputt machen lässt. Auch eine oft erlebt Form der „Diskussion“: Jedes Argument, welches dem eigenen Weltbild widerspricht wird einfach als unzulässig, nicht nachvollziehbar oder aus anderen Gründen einfach abgelehnt. Ist ja auch zu praktisch: Mit Argumenten, die man nicht akzeptiert, muss man sich nicht auseinander setzen.

      2. Nochmal: Was Sie mal eben so behaupten, stimmt nachweislich nicht
        Werter Herr Dobschat,
        auf dem Organspendeausweis der BzGA kann man neben 3 JA, 1 Vielleicht auch 1 NEIN ankreuzen. Die Möglichkeit die Implantation eines Fremdorgans auszuschließen gibt es DORT nicht.
        Auf dem Nicht-Organspeausweis von KAO (http://www.initiative-kao.de/Alternativer_Organspendeausweis_KAO.pdf) ist das aber vorgegeben, denn warum sollte man etwas, das man für sich selbst nicht möchte anderen zumuten. Daneben halte ich es nicht für erstrebenswert sich das Organ eines anderen einpflanzen zu lassen.
        Für ethisch sehr fraglich halte ich es Organe anderer Menschen für sich zu beanspruchen. Es gibt keinen Organmangel, jeder hat seine.

        1. Nö, was du behauptest stimmt nachweislich nicht, denn die Erklärung auf diesem „Anti-Organspende-Ausweis“ lautet:

          „Ich widerspreche jeglicher Hirntoddiagnostik
          Ich widerspreche der Entnahme von Organen, Geweben und Knochen“

          Beides Widersprüche, die jeder nur für sich erklären kann, nicht für Dritte.
          Da steht nicht „Ich widerspreche dem Empfang von Spenderorganen“.

          Also entweder solltest du lernen besser zu lügen oder aber es unterlassen anderen eine Lüge zu unterstellen, vor allem wenn du den Beweis des Gegenteils direkt mitlieferst.

          1. Also Herr Dobschat, können sie nicht lesen?
            Da steht ganz groß:
            Ich bin KEINE/E Organspender/in-empfänger/in!
            In Englisch und Französisch steht es auch noch da.

            Ganz offensichtlich sehen Sie nur was Sie sehen wollen.

            1. Das ist der Name des Dings – wenn das reichen würde, dann müsste der Widerspruch zur Organentnahme nicht ausdrücklich auf der Rückseite erklärt und unterschrieben werden, was? Wenn es denn so wichtig wäre, dann würde auch die Erklärung zum Nichtempfangenwollen ausdrücklich erklärt und unterschrieben. So ist es ein praktisches Schlupfloch für den Fall, dass das eigene Leben doch mal davon abhängen sollte…

              1. Nochmal zum Mitschreiben Herr Dobschat, GERADE weil mein Leben davon abhängt, WILL ich KEIN Organ. Steht zusätzlich noch in meiner Patientenverfügung.

                1. Das ist schön für dich, wenn es da drin steht, ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese Willenserklärung nicht im diesen „Anti-Organspende-Ausweis“ steht. Und nun? Das ändert es in deinem Fall, du bist dann also nicht so moralisch verkommen und asozial, wie diejenigen, die nur diesen Ausweis haben, ändert aber nichts am grundsätzlichen Problem.
                  Und damit: EOD.

                    1. Ich weiß, du kannst nicht alles lesen, ist schon klar. Nochmal langsam zum Mitdenken für dich: Würde alleine der Name des Dings (ich mag es nicht Ausweis nennen) als Willenserklärung ausreichen, dann wäre die explizite Willenserklärung gegen Organentnahme auf der Rückseite ja überflüssig. Ist sie aber offensichtlich nicht, sonst stünde sie nicht da. In dem Fall fehlt aber die explizite Willenserklärung gegen einen Empfang von Spenderorganen. Jetzt kapiert?

                      Und zum Thema Lebensverlängerung/Lebensverkürzung: Wie wäre es einfach mal diejenigen zu fragen, deren Leben durch eine Organspende verlängert oder deren Restleben damit zumindest erträglicher wurde? Aber hey, es steht dir frei, deine Überreste verbrennen oder verrotten zu lassen, ich bin da mehr für Recycling, was noch benutzbar ist, sollte nicht weg geschmissen werden…

                      Und zum letzten Mal: EOD. Troll dich.

                1. Tut mir leid für dich, wenn du natürlich AD(H)S hast und deine Aufmerksamkeitsspanne nicht ausreicht einen kompletten Kommentar zu lesen, sondern du nach einem Wort schon am Ende mit deiner Aufmerksamkeit bist. Es gibt übrigens Mittel und Wege trotz AD(H)S auch längere Texte lesen zu können, nicht nur die Medikamente der bösen Pharmaindustrie. Frag mal jemanden, der weiter lesen kann als du, dann wird dir da sicher geholfen.

              2. Mit Bullshit, asozial und anderen Kraftausdrücken, die sie zur Untermauerung Ihrer Position nötig zu haben scheinen, kann ich als Journalistin nicht dienen. Ihre Argumente haben nichts mit der derzeitigen Diskussion in Fachkreisen zu tun, die nach der Stellungnahme des Council of Bioethics in Amerika neu entzündet hat. Lesen Sie die Stellungnahme des Dt. Ethikrates einmal ganz durch, dann wissen Sie, was gemeint ist. Ihre Position wird dort nur von dem Transplanteur wiedergespiegelt, allerdings etwa niveauvoller .Das Nachlesen scheint nicht unbedingt Ihr Ding zu sein. Deshalb erübrigt sich jede Diskussion.

                1. Ach herrje, der böse Dobschat verwendet schlimme Wörter, aber da muss man ja dann auch nicht mehr drüber nachdenken, was er schreibt, was?

                  Und die Stellungnahme habe ich durchgelesen, ich kann lange Texte lesen, vielleicht solltest du zumindest mal Teil 6 komplett lesen. Und von wegen „nur der Transplanteur“… besteht der Ethikrat aus 1,5 Personen? Denn wie sonst könnte nur „der Transplanteur“ sonst die Mehrheit sein?

                  „Nach Auffassung der Mehrheit des Deutschen Ethikrates ist der Hirntod ein sicheres Zeichen für den Tod des Menschen.“

                  vs.

                  „Nach Auffassung einer Minderheit des Deutschen Ethikrates ist der Hirntod kein Kriterium für den Tod des Menschen.“

                  Und nun?

                  1. Es ist besonders schlau, sich immer nach der Mehrheit zu richten, Zwischentöne prinzipiell zu ignorieren und die Argumente der anderen als Bullshit abzutun. Unter den Hirntod-Skeptikern im Dt. Ethikrat sind zwei Ärzte und ein Staatrechtler der Uni Köln. Übrigens: auch der neue Vorsitzende des Dt. Ethikrates ist Hirntodkritiker, die Diskussion ist also garantiert nicht beendet. Nachdenklich sollte sogar Sie machen, dass der Ethikrat die Aufklärung der Bevölkerung für intransparent und unzureichend hält und in Punkto Spenderkonditionierung (spendenzentrierte Maßnahmen) vor der HTD eine Gesetzesänderung verlangt
                    Überaus treffend schildert die undurchsichtige Gesamtsituation der Kommentar des Ethikrat-Mitgliedes Prof. Wiesemann in der SZ:
                    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/hirntod-diagnostik-annaeherungen-an-den-tod-1.2505783

                    1. Es ist besonders schlau vom eigentlichen Thema abzulenken. Wobei, nein, das ist es nicht.
                      Bitte mal oben lesen: Es geht um die idiotischen Geschichten, die da verteilt werden, von wegen jemand, der hirntot ist wäre quasi noch irgendwie bei Bewusstsein und ähnlicher Mist. So was soll also eine transparente Aufklärung sein? Na danke.
                      An keiner Stelle habe ich bestritten, dass es unterschiedliche Meinungen geben könne oder dass es keinen Verbesserungsbedarf an unterschiedlichen Stellen gäbe, der Beitrag oben richtet sich einzig gegen idiotische Behauptungen von wegen Hirntote könnten jederzeit wieder aufwachen, als wäre nichts, es würden lebende (im Sinne von Menschen mit Bewusstsein und nicht im Sinne von „es arbeitet noch irgendwelche einzelnen Teile des Gesamtkörpers“) regelrecht ausgeschlachtet. Wenn du das verteidigst und dafür einzelne, durchaus diskussionswürdige Punkte als Argumente für so einen Mist anbringst, dann machst du dich selbst unglaubwürdig. Und zwar gewaltig. Ein „Ihhh, die sind alle viel zu kritiklos bei dem Thema und bejubeln das nur“ mit „Das ist nämlich alles ganz scheiße und schlecht und böse“ zu beantworten, hat mit vernünftiger Kritik ungefähr genau gar nichts zu tun.

  4. Dann diskutieren Sie doch einmal die „diskussionswürden Punkte“. Das wichtigste ist im Moment die mangelnde Qualitätssicherung bei der Hirntoddiagnostik. Wenn diese nicht gewährleistet ist, kann es durchaus als hirntot diagnostizierte mögliche Organspender geben, die noch mehr mitbekommen, als man denkt. Das befürchten übrigens auch Insider unter den Ärzten, die in offenen Briefen an das BMG und die BÄK wiederholt eine zertifizierte Ausbildung für Hirntod-Diagnostiker und externe Kontrollen gefordert haben.
    Wer verlangt eigentlich von Ihnen, die Diskussion prinzipiell mit Verbalinjurien und Fäkalsprache zu garnieren? Oder ist das Ihr ureigenster Stil?

    1. Warum sollte ich etwas diskutieren, was hier nicht Thema ist? Siehe oben, mir geht es um die Anti-Organspende-Verschwörungstheoretiker, die sich aus einzelnen Kleinteilen große Pharmaverschwörungen häkeln. Du verteidigst die? Dann leb damit, mit denen in einen Topf geworfen zu werden, sehr simpel.

      Und was die mangelnde Qualitätssicherung angeht, das ist, wie ich schon geschrieben habe, kein Problem exklusiv der Hirntoddiagnostik, nicht einmal ein exklusives Problem der Diagnostik, sondern eine grundsätzliches Problem im gesamten Gesundheitssystem. Statt nun also auf einem kleinen Teil des eigentlichen Problems herumzureiten und darauf basierend Propaganda gegen einzelne Behandlungsmethoden zu machen, sehe ich es als sinnvoller an, das Problem grundsätzlich anzugehen. So einfach ist das.

      Und ich fäkaliere sprachlich hier so viel ich will, mein Blog, meine Regeln.

  5. Um noch einmal zum Thema zurückzukommen: Wenn die Hirntoddiagnostik nicht korrekt durchgeführt wurde und das ist garnicht selten der Fall, ist es natürlich möglich, dass der Spender bei der Explantation noch Schmerzen empfindet. Deshalb ist das keine Verschwörungstheorie, sondern auch die Befürchtung einiger Transplanteure. Im Fall Bremerhaven und in Düsseldorf wurde die Explantation mittendrin abgebrochen , weil sich herausstellte, dass die HTD gravierende Lücken/Fehler aufwies. Im Düsseldorfer Fall wurde der damalige DSO- Chef mitten in der Nacht angerufen. Er sah offenbar per Ferndiagnose kein Problem
    Danach kam es nicht nur innerhalb der DSO zum Eklat.

    1. Um nochmal etwas klarzustellen:
      „Wenn A, dann B“ (deine Aussage) ist etwas anderes als der Quatsch, um den es in meinem Beitrag geht, der Quatsch sagt nämlich „Immer B“. Dafür, dass du so schlau sein willst, tust du dich aber ganz schön schwer so einen grundsätzlichen Unterschied zu kapieren. Aber wie gesagt, wenn Du glaubst, die „Immer B“-Sager mit der Argumentation „Wenn A, dann B“ verteidigen zu müssen, dann machst du damit nur deine eigenen Argumente kaputt und machst dir den Quatsch der Schwurbler zu eigen. Wenn du das willst… bitte. Aber dann gilt auch hier: EOD.

  6. Entschuldigung, ich habe selten so einen Blödsinn gelesen. Die meisten Anästhesisten geben bei der Explantation Vollnarkosen, weil sie sich dabei sicherer fühlen. So zumindest haben es alle gesagt, mit denen ich beruflich in Kontakt gekommen bin. Übrigens auch ganz offiziell im Interview. Auch wenn mit den Protokollen soweit alles in Ordnung war. Das heißt doch, dass da eine Grundunsicherheit besteht, oder was sonst? Übrigens waren bei einer DIVI-Umfrage (Dt. Ges. f. Intensivmedizin) von Ende 2012 von 756 befragten Fachmedizinern und Fachpflegern (die oft in Organspende-Verfahren involviert sind) 40 Prozent nicht mit der Definition des Hirntodes einverstanden. Das heißt schon etwas. Bei dieser Skepsis unter Insidern ist es doch wohl nur logisch, dass bei der Explantation Vollnarkosen gegeben werden, auch wenn diese die Organqualität geringfügig schmälern. Übrigens- auch der Dt. Ethikrat plädiert in seiner Stellungnahme für Vollnarkosen. Und das nicht nur wegen der Rückenmarksreflexe.
    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/hirntod-diagnostik-annaeherungen-an-den-tod-1.2505783

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