Langsam wird es langweilig…

Nix neues in Sachen Regierungsbildung: Merkel will Kanzlerin werden, zumindest will sie, dass es jemand aus der Union wird. Schröder will weiter Kanzler bleiben, zumindest mal die nächsten 2 Jahre (ob da ein Zusammenhang mit der WM2006 besteht?). Die Union will Koalitionsverhandlungen erst starten, wenn die SPD in der Kanzlerfrage nachgibt, die SPD will aber erst die Inhalte klären…
Und da steht man nun, schaut zu und fragt sich, was das alles soll – bringt diese Kanzlerdiskussion das Land irgendwie weiter? Hilft das eine stabile Regierung zu bilden? Eher nicht, oder? Dieses „wir stellen den Kanzler, wir haben ein Recht darauf“ nervt, und zwar auf beiden Seiten. In dem Punkt muss ich der SPD mal zustimmen: prüft doch erst mal Eure Programme und schaut, ob Ihr Euch auf eine gemeinsame Grundlage für eine Koalition einigen könnt. Und dann könnt Ihr Euch wegen mir die Köpfe einschlagen beim Feilschen um die Posten.

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

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