An Hans-Thomas Tillschneider: „Du bist ein widerlicher Rassist!“

Manchmal fehlen selbst mir die Worte, das kommt zwar nicht häufig vor, aber wenn ich diesen Hans-Thomas Tillschneider da reden höre, dann ist es doch mal wieder soweit.

In seiner Rede bringt der AfDer, der im Landtag von Sachsen-Anhalt sitzt, nun wirklich jedes rassistische Vorurteil. Egal ob Bevölkerungsaustausch oder der Mist von wegen nur Assimilation wäre Integration – alles dabei. Klar natürlich auch, dass Kinder von Geflüchteten nicht nur in extra Klassen unterrichtet werden müssten diese dürften auch gerne größer sein, so 30 bis 40 Kinder, schließlich dürfe man diese Kinder ja nicht an gute Bildungsstandards gewöhnen. Klar auch, dass maximal zwei Kinder von Ausländern mit dauerhaftem Bleiberecht in deutschen Klassen untergebracht werden dürften.

Ehrlich jetzt, ich frage mich, was widerlicher ist: Seine rassistische Rede oder die Tatsache, dass er offensichtlich auf diese menschenfeindlichen Absonderungen auch noch stolz ist. Immerhin stellt er den Dreck auch noch selbst online, unter dem Namen

AN DIE FLÜCHTLINGE: „BILDET EUCH JA NICHT EIN, HIER WURZELN SCHLAGEN ZU KÖNNEN!“

Mir fehlt es an Zeit und Lust hier aufzuzählen, was sich dieser AfDer und seine Kameraden alles ja nicht einbilden sollen…

Zumindest dürfte damit nun endlich jedem klar sein, warum sich die AfDer auf ihrem Parteitag nicht von völkischem und nationalistischem Gedankengut distanzieren wollten: Wer solche Rassisten nicht nur in der Partei hat, sondern solche Leute auch noch auf Listen für Landtagswahlen setzt, der kann sich gar nicht glaubwürdig vom rassistischen Gedankengut seiner eigenen Leute distanzieren. Und sind wir mal ehrlich: Das wollen die AfDer doch auch nicht. Die Wählerstimmen von ganz rechts außen nimmt man doch gerne mit und wenn sich dann noch genügend Trottel finden, die der Meinung sind, man können „denen da oben“ mit einem Kreuz bei den AfDern einen „Denkzettel“ verpassen, dann reicht es für mehr als 5% und wieder sind ein paar mehr versorgt.

Mir graut es schon vor den Reden der AfDer im Landtag des Saarlandes, ich fürchte, dass die nicht viel anders klingen werden…

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

2 Gedanken zu „An Hans-Thomas Tillschneider: „Du bist ein widerlicher Rassist!““

  1. Zur der Rhetorik des Herrn Tillschneider kann man nur sagen das dies eine selbstbewusste deutsche und europäische ist.

    Es gibt ein Selbstbestimmungsrecht der Völker und ein Völkerrecht die zugleich ergänzt werden durch das natürliche Recht einer Heimat.

    Dieses Heimatrecht tritt man mit Füßen und sie tun es auch Herr Dobschat.

    Denn das „Asylrecht“ ist Mittel zum Zweck zur Kolonisierung des europäischen Kontinents und im besonderen Deutschlands.

    Anmerken möchte ich, das ich wie sie Mitglied der SPD bin und unter politischem Asyl, erstes ein individuelles Recht verstehe und kein Recht was zu einem Familiennachzug führt und zweites ein politisches.
    In dieser Lawine von „Flüchtlingen“ erblickt man keine Willy Brandts und Ernst Reuters.

    Nicht mal die legendären Fachkräfte sind zu erblicken, die auch zugleich keiner haben will, mit Ausnahme der Wirtschaft.

    1. Die Rhetorik dieses Rassisten ist was? „selbstbewusst deutsch und europäisch“? Junge, euch Rassisten fällt doch immer wieder irgendwas ein, euren Rassismus zu verharmlosen…

      Und dein „Heimatrecht“ kannst du dir mal gepflegt sonstwohin stecken. Welche Rechte es gibt definiert bei uns das Grundgesetz – solltest du mal lesen, es ist sehr, sehr gut – und Teil (aufgrund der Positionierung könnte man sogar sagen „Basis“) des Grundgesetzes sind nun einmal die Menschenrechte. Menschenrechte, nicht „Deutschenrechte“. Und so definieren das Grundgesetz und die Menschenrechte, was das Asylrecht ist, nicht du und auch keine anderen Rassisten, die irgendwelchen Mist von einer „Kolonisierung“ daher blubbern. Klar, wenn in eine Kneipe mit 80 Leuten drei weitere Menschen rein kommen, dann haben diese drei damit auch direkt die Kneipe übernommen, was? Und sowieso schon, wenn es nicht drei, sondern gleich ein Mensch ist, der da dazu kommt. Keine Ahnung von Menschenrechten, keine Ahnung von Mathe, aber eine große Fresse haben und rassistische Kackscheiße absondern.

      Und um es ganz offen zu sagen: Solltest du tatsächlich Mitglied der SPD sein, dann ändere das. Einfach umschauen, es gibt keine „Arbeitsgemeinschaft der RassistInnen in der SPD“, du bist also in der SPD falsch. So falsch, da wäre ein Parteiausschlussverfahren fällig.

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