AfD und Demokratie aus Sicht eines AfDers

AfD und Demokratie aus Sicht eines AfDers

Es gibt ja Menschen, die sind der Meinung, dass die AfD eine Partei wäre, die nicht so wirklich viel von Demokratie hält. Klar, sie behaupten immer wieder anderes, verweisen darauf, dass sie doch Volksentscheide auf Bundesebene fordern würden und so alles. Aber dann kommen auch regelmäßig Forderungen, die – um es mal vorsichtig zu formulieren – ganz große Kackscheiße und kaum mit unserer Verfassung vereinbar sind.

Aber irgendwie beruhigt es mich doch, wenn immer wieder mal ein AfDer deutlich macht, dass er eben nicht wirklich viel von Demokratie hält. Zum Beispiel wenn Spenden gesammelt werden sollen für das abgebrannte Auto der großen Vorsitzenden Frau Kepetry:

[…] es werden Beiträge nicht nur von AfD/AfD-Nahen, sondern gerade auch von Demokratie-Nahen erwartet […]

Dieser kleine Teilsatz sagt so viel über das Demokratieverständnis dieses AfDers aus, das schaffen manche Funktionäre in langen Reden nicht so deutlich hervorzuheben. Nicht nur, dass er sehr fein unterschiedet zwischen AfDern und der Partei nahestehenden Personen auf der einen und Personen, die der Demokratie nahe stehen auf der anderen Seite, nein, er betont auch ausdrücklich, dass hier nicht um Spenden geworben oder gebeten wird, diese Spenden werden selbstverständlich erwartet.

Wo kämen wir da auch hin, wenn jeder Bürger selbst entscheiden könnte, ob und für was er spendet. Am Ende spendet noch so ein linksgrünversiffter Gutmensch für den Wiederaufbau eines in Brand gesteckten Asylbewerberwohnheims? Oder gar für Projekte wie Hass hilft?!

Nein, das will zumindest dieser AfDer unterbinden: Auch Demokraten sollen nach seinem Willen gefälligst für die, nach seiner Aussage offenbar der Demokratie ferne, AfD bzw. für ein neues Auto für die Vorsitzende Frau Kepetry spenden.

Doof wäre jetzt bei dieser Aktion natürlich nur, wenn da mal jemand auf die Idee käme nachzufragen, wie es sich mit den Spenden so verhält. Sind das Parteispenden? Oder hat der Mann einen Verein gegründet? Oder sind es eigentlich gar keine Spenden, sondern nur Geldgeschenke, um die er bettelt? Und wer kontrolliert die Einnahmen und deren Verwendung? Was passiert mit dem Geld, wenn nicht genug zusammen kommt oder Frau Kepetry das Geld gar nicht will? Ach, da könnte man noch so viele Fragen stellen…

selbsterkenntnis-eines-afders

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

Ein Gedanke zu „AfD und Demokratie aus Sicht eines AfDers“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.