Wahlkampf und Medien…

Von der Bild-Zeitung erwartet man ja nichts anders, aber dass jetzt auch der Spiegel ganz offensichtlichen Wahlkampf gegen rot-grün macht und dabei vor Lügen nicht zurück schreckt ist dann doch ein wenig enttäuschend.
Lügen, Zitate vergessen, zerlegen und aus dem inhaltlichen oder zeitlichen Zusammenhang reissen… Das ist doch echt unterste Schublade – und die, die so was fabrizieren werden dafür auch noch bezahlt und dürfen von sich behaupten Journalisten zu sein. Ach ja, die politische Konkurrenz springt natürlich sofort auf den erfundenen Skandal um Trittin an und fordert gleich mal seinen Rücktritt, was aber auch nur ein taktisches Manöver ist… Was bin ich froh, wenn der Wahlkrampf endlich rum ist und man auch nicht mehr beim Verlassen einer Unterführung von einer Horde Wahlkämpfer überfallen wird – heute mittag vor’m Mc Donalds in der Saarbrücker Fußgängerzone waren sie alle: SPD, Grüne, CDU, FDP und Linkspartei auf einem Haufen… Bei mir ist es eh zu spät: ich habe schon gewählt…

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

2 Gedanken zu „Wahlkampf und Medien…“

  1. Was da jetzt passiert, ist natürlich Wahlkampf – von allen Seiten. Auch Herr Trittin dürfte den Artikel ja unter Wahlkampftaktischen Vorzeichen geschrieben haben – und da darf er sich wohl den Vorwurf gefallen lassen, dass man wirklich hätte einige Zeit nach dem Sturm vergehen lassen können, bevor man so etwas schreibt. Herr Trittin hat für mich eindeutig gegen die guten Sitten verstoßen – Spiegel hin. BILD her.

  2. Warum hat er gegen die guten Sitten verstossen? Weil er als Beispiel für Naturkatastrophen einen Sturm genannt hat, der sich zu dem Zeitpunkt auf dem Weg an die amerikanische Küste befunden hat? Ich sehe da keinen Verstoß gegen gute oder auch irgendwelche Sitten… Und selbst nach dem Sturm: darf man also nicht sagen, dass solche Naturkatastrophen ihre Ursachen wahrscheinlich auch in der verfehlten Klimapolitik der US-Regierung haben?

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