Vorgeführte Piraten bei YouTube

So richtig gut ist das nicht gelaufen für die Piraten, klar… wer sich selbst ein Bild von der Diskussion machen will, der kann das jetzt auch bei YouTube tun (via Nerdcore).

https://www.youtube.com/view_play_list?p=8A2085FF4B50995E

(DirektPiratenDiskussionsrunde)

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

6 Gedanken zu „Vorgeführte Piraten bei YouTube“

  1. ich bin selbst autor und muss von dem leben, was ich schreibe. und viele bekannte und freunde von mir schreiben auch für zeitungen und müssen sich mit einem lausigen zeilenhonorar herumschlagen. und wenn sie dann für die zweitverwertung im internet einen kleinen aufschlag verlangen, weil sie ja urheber ihrer geschichte/ihres artikels sind, dann sind sie – nach dem ansatz der piraten – auf einmal die „bösen“ feinde des freien internets.

    ist euch eigentlich klar, was das heißt? keiner, der professionell vom journalismus leben möchte, wird zukünftig fürs netz schreiben, da man davon nicht leben kann. gleiches problem mit den durch google eingescannten büchern, die zur weltgrößten bibliothek werden sollen, ohne dass dafür die schöpfer der literatur dafür auch nur einen einzigen cent erhalten: gut aus konsumenten(leser-)sicht, schlecht für denjenigen, der mit schreiben seine familie ernähren möchte. und die dritten, die davon betroffen sind, sind die interpreten von songs: welcher künstler macht sich den aufwand mit tonstudio, produktionsmannschaft, songschreiber und texter etc., wenn er dann später keine cds verkaufen kann, weil alle songs illegal im netz angeboten werden?

    Ja, geiz ist geil – das kann unsere gesellschaft ganz gut. aber musik, literatur und nachrichten sollen bitteschön nicht nur frei verfügbar sein, sondern auch kostenlos. und da beißt sich der hund in den schwanz, das hat noch nie geklappt und wird auch zukünftig nicht klappen: qualität hat einfach ihren preis.

    und noch zur kinderportno-internet-zensur: wenn in den nachrichten ein kinderporno-ring ausgehoben wird und von diesen angefertigte pornografische fotos beschlagnahmt werden, dann freuen sich alle. und nur weil es jetzt im web passiert, ist es auf einmal verwerflich. ich meine: hallo, es geht um harte straftaten, entführung, sexueller missbrauch, vergewaltigung von kindern, verbreitung illegaler pornografie und nicht um falsches parken oder so. und ich erwarte einfach, dass der staat seinen verpflichtungen nachkommt und mich und meine familie und kinder schützt – genau dafür behält er nämlich von dem bisschen, was ich jeden monat verdiene, auch noch einen teil ein. nicht mehr und nicht weniger.

    wenn sperren im internet (die ich auch kaum erträglich finde) dazu beitragen, dass die verbreitung (und damit die befriedigung der nachfrage) nach kinderpornografie eingedämmt wird, dann finde ich das letztendlich in ordnung. und natürlich stelle ich mir die frage, wie ein vernünftiger mensch überhaupt zu der überzeugung kommen kann, der staat muss/soll/darf nichts gegen das verbreiten von kinderpornos machen. ich miene, man kann ja über den weg streiten, aber grundsätzlich und für alle zukunft alle denkbaren optionen fürs internet ausschließen? aber wenn ich mir anschaue, wer sich jetzt alles unter der fahne der piraten tummelt, dann sollte ich vielleicht aufhören, mir ebendiese fragen zu stellen…

  2. hallo, automatisches trackback hat nicht geklappt, deshalb nochmal eine inhaltliche anmerkung so:

    Urheberrechtsreform der Piraten – Ideen und Irrtümer

    Ich hatte heute Nachmittag die Zeit, mich nochmal intensiv mit dem Programm der Piratenpartei auseinanderzusetzen. Insbesondere das, was die Piraten zum Urheberrecht und der (nicht-)kommerziellen Vervielfältigung schreiben, ist interessant. Ich zitiere mal ein paar Passagen und kommentiere diese gleichzeitig…

    http://simplizissimus.wordpress.com/2009/06/24/irrtumer-der-urheberrechtsreform-der-piraten/

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