Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast…

Egal wie ich es betrachte, mir wird schlecht. Dem Wirtschaftsministerium fällt jetzt auf, dass mit der Arbeitslosenstatistik was nicht passt. Es wären angeblich deutlich zu viele (rund 22%) Arbeitslose in der Statistik. Man stelle sich vor: 22% der Arbeitslosen sind ja gar nicht arbeitslos. Hallo? Was geht denn da? Entweder ist das ein Wahlkampfmanöver oder die Unfähigkeit der BA kennt wirklich keine Grenzen mehr oder aber hier geht es einfach nur darum, wie man die Statistik zurecht biegen soll, damit das gewünschte Ergebnis raus kommt (oder man zumindest etwas näher an das gewünschte Ergebnis kommt):

BA-Mitarbeiter hätten in den Stichproben die Bewerberprofile derjenigen überprüft, die in den Computersystemen der BA als arbeitslos geführt würden, sagte der Sprecher. Als Beispiel für unplausible oder fehlerhafte Angaben nannte die Zeitung den Fall einer Mutter von drei Kleinkindern, die dem Arbeitsmarkt angeblich voll zur Verfügung stehe. Hier bestehe Klärungsbedarf, weil die Frau eigentlich nicht als arbeitslos mitgezählt werden dürfe, sagte ein Sprecher der Bundesagentur dem Blatt.

Also Klärungsbedarf besteht da wirklich und zwar ganz fix – und diesmal bitte auch Konsequenzen ziehen…
(via Wahlblog)

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

2 Gedanken zu „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast…“

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