So funktioniert Kapitalismus

Einfach mal auf der Zunge zergehen lassen:

Seit 2004 haben die Beschäftigten der Deutschen Telekom 6,75 Prozent Lohnverzicht durch Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich und Leistungsverdichtung hingenommen, um ihre Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern. Nach ver.di-Angaben erwirtschafteten sie im Jahr 2004 einen Überschuß in Höhe von 4,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 204 Prozent gegenüber 2003. Für 2005, so die Gewerkschaft, zeichne sich sogar ein Überschuß von etwa sechs Milliarden Euro ab. Als Dank dafür will die Telekom 32.000 Arbeitsplätze bis 2008 abbauen.

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

2 Gedanken zu „So funktioniert Kapitalismus“

  1. Fernando Alonso kommt…
    …(für schlappe 20 Millionen Euro pro Jahr) – die Mitarbeiter gehen. [„Daimler-Chrysler will rund 16 000 Stellen streichen“, Quelle: Handelsblatt vom 16.12.2005] Personalpolitik a la Dieter Zetsche. Vielleicht engagiert er demnächst auch den Ackermann. Der kostet bloß die Hälfte und darf dann an der Ziellinie das Victory-Zeichen präsentieren.
    Das bei der Telekom ist doch leider die Regel, nicht die unrühmliche Ausnahme.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.