Sie wollen nicht unterwandern, angeblich haben sie schon

Na was ein „Spass“ – angeblich will die NPD das mögliche Linksbündnis aus PDS und WASG nicht nur unterwandern, nein, jetzt behauptet der Chef der NPD, PDS und WASG wären bereits unterwandert worden:

Der Vorsitzende der rechtsextremen NPD, Udo Voigt, hat eine Unterwanderung der neuen Linkspartei durch Rechtsextremisten zugegeben. «Wir haben von Anfang an Mitstreiter in die WASG geschickt», sagte er am Samstag während eines Listenparteitags zur Bundestagswahl der NPD in Sachsen.

Sollte das stimmen hätte die Linkspartei ein ernsthaftes Problem – eine eklige Vorstellung, dass rechte Extremisten über die PDS-Liste in den Bundestag einziehen könnten…

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

3 Gedanken zu „Sie wollen nicht unterwandern, angeblich haben sie schon“

  1. Ich glaube da nicht wirklich dran. Ich vermute mal die versuchen nur dem Ruf der WASG zu schaden. Denn selbst wenn die NPD die WASG „unterwandert“ haben sollte, ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Mehrheit der Leute dort von der NPD kommt, sprich sobald ein getarnter NDPler die Interessen der NPD durchzusetzen versucht fliegt er aus der Partei, gerade dann, wenn die WASG vermuten muß unterwandert zu sein. Wäre also ein ziemlich sinnloses Unterfangen.

  2. So blöd sind nicht mal die rechten Idioten. Die werden mit Sicherheit nicht versuchen offen rechte Positionen zu vertreten – das wäre ja keine richtige Unterwanderung mehr… Zu befürchten ist eher, dass die versuchen sich für die Wahl aufstellen zu lassen…
    Aber natürlich ist es auch möglich, dass die ganze Aktion wirklich nur dazu da sein soll, die Mitglieder von WASG und PDS zu verunsichern und deren Ruf zu ruinieren…

  3. Spätestens wenn sie dann gewählt wurden, müssen sie ja mehr oder weniger offen zu ihrer wahren Position stehen. Wenn Sie dann aus der Partei fliegen nützt das zwar erstmal nicht viel, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es für einen solchen Fall Gesetze gibt, die die Wahl im Nachhinein für ungültig erklären können und somit zu einem Amtsverlust führen.

    Schlimmer wäre es natürlich, wenn die WASG in einer so großen Zahl unterwandert würde, dass bei internen Abstimmungen die linken Ideen scheitern.

    Aber wie gesagt, ich vermute das ist wirklich nur eine Rufschädigungskampagne. Und zu guter Letzt räume ich der WASG derzeit keine allzu hohe Überlebenschance ein, nicht mit dieser Doppelbesetzung. Wobei mich eine Neubelebung der Parteienlandschaft durchaus freuen würde.

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