Nix neues…

SPD und Union streiten sich immer noch über die Kanzler-Frage. Die Union droht mit einem Abbruch der Sondierungsgespräche für den Fall, dass die SPD nicht den „Anspruch“ von Merkel auf das Kanzerlamt akzeptiert, die SPD juckt das wenig, usw.
Dieser verdammte Machtkampf nervt. Klar, es geht auch darum zu zeigen, wer die Wahl gewonnen hat: deswegen kann die SPD Merkel nicht akzeptieren und die Union Schröder nicht. Kann es in Berlin nicht mal ein wenig Hirn regnen? Aber wahrscheinlich würden die, die es am nötigsten hätten bei so einem Wetter nicht vor die Tür gehen. Wie wäre es mal mit ein wenig Bewegung? Schröder hat schon vorsichtig gezuckt, jetzt sind sie dran Frau Merkel. Akzeptieren Sie doch einfach, dass die Mehrheit der Deutschen Sie nicht als Kanzlerin will – und das hat nun nix damit zu tun, dass sie eine Frau sind. Das ist was persönliches… machen Sie doch einfach den Weg frei für einen Ihrer Parteikollegen und gut ist.

Wo wir gerade dabei sind: will sonst noch jemand Kanzler werden? Wir sind ja alle Deutschland, warum also nicht Kanzler? Einfach beim Bundespräsidenten bewerben, schaden kann es ja nicht, oder? (via Dr. Engels Seziertisch)

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

Ein Gedanke zu „Nix neues…“

  1. Nun, laut Verfassung wählt der Bundestag auf Vorschlag des Bundespräsidenten. Und dem Vorschlag muß er ja nicht folgen. Aussichtsreiche Bewerbungen also (noch) an Thierse. Aber ob Kanzler sein, abgesehen vom Gehalt, für Normalos wirklich attraktiv ist, wage ich zu bezweifeln. Die psychische Grundausstattung, die man dazu haben muß, will ich gar nicht haben.

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