Kaputt sparen?

Spannend:

Unter Hans Eichel wurde der Anstieg der Staatsausgaben so stark begrenzt, wie unter keinem Finanzminister vor ihm. Das Ergebnis dieser Sparpolitik ist, dass die Schuldenquote seit 1998 von 60% auf heute 68% anstieg.

(Konjunkturbericht des DGB via NachDenkSeiten)

Was sagt uns das? Offensichtlich wurde mit dem Sparprogramm das Gegenteil von dem erreicht, was die Regierung wollte – die Schulden sollten abgebaut werden, die Neuverschuldung reduziert werden – geklappt hat es aber nicht. Darüber sollte die Union mal nachdenken, wenn sie – im Falle eines Wahlsieges – einen ausgeglichenen Haushalt bis 2013 versprechen. Die sparen unser Land noch kaputt: egal ob es um Bildung, Forschung, Infrastruktur oder sonst was geht: den Herrn (und Damen) Politkern fällt nix anderes ein als sparen, sparen, sparen. In die Zukunft investieren? Unseren Nachwuchs besser ausbilden (Hallo Pisa…)? Nein, lieber sparen und möglichst noch Menschen per Studiengebühren am Studium hindern. Wo soll das bitte hinführen? Und gleichzeitig wird an anderen Stellen das Geld regelrecht verbrannt…

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

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