Da soll wieder mehr C rein…

Die CDU ist also dabei sich ein neues Grundsatzprogramm zu verpassen. In zwei Jahren soll es fertig sein. Einige Unions-Politiker betonen schon, es wäre wichtig das Christliche wieder stärker zu betonen (ja, das C in CDU steht wirklich für „christlich“), dabei bedient man sich aber auch gerne beim „unchristlichen“ Koalitionspartner im Bund:

Mehrere CDU-Politiker betonten im Vorfeld, die Partei müsse sich wieder stärker christlichen Werten zuwenden. Der Chef des Arbeitnehmerflügels, Karl Laumann, sagte der „Passauer Neuen Presse“, eine „C-Partei wie die Union“ müsse sich „unabdingbar zur christlichen Soziallehre und sozialer Gerechtigkeit bekennen“. Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Philipp Mißfelder, mahnte programmatische Korrekturen an. „Wir müssen unseren Freiheitsbegriff ergänzen“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Union müsse „jenen mehr Aufmerksamkeit schenken, die sich als Verlierer der Globalisierung sehen, und dabei den sozialdemokratischen Begriff der Teilhabe für uns entdecken“. Das könne etwa Kapitalbildung in Arbeitnehmerhand bedeuten.

Man darf gespannt sein, wohin das führen wird – auf einige spannende Debatten dürfen wir uns sicher schon freuen…

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

Ein Gedanke zu „Da soll wieder mehr C rein…“

  1. Damit die Leute nicht mehr meinen, das “C” in CDU und CSU stünde für “Commercialisiert”, wollen die Unionstruppen sich jetzt die sozialdemokratischen Kernbegriffe Gerechtigkeit und Teilhabe einverleiben.
    Da braucht sich der …

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