Bildungsministerium verbietet Regenbogenfahne

Bildungsministerium verbietet Regenbogenfahne

Die CDU, in Form des Bildungsministeriums, verbietet der Antidiskriminierungsstelle des Bundes das Hissen einer Regenbogenflagge. Bitte, was?

Aus der Kategorie: Kannstedirnichausdenken…


Update: Es gibt inzwischen eine Petition auf Change.org


Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wollte zum Berliner CSD eine Regenbogenflagge hissen. Die Stelle befindet sich jedoch auf den Grundstücken des Bildungsministeriums, dieses hat offensichtlich den „Flaggenerlass“ durchgesetzt, welcher ausschließlich offizielle Flaggen an den Masten zulässt.

Zum Berliner CSD sollte auch in diesem Jahr vor unserem Haus die Regenbogenflagge wehen. Leider wurde das Hissen der Flagge vor dem Dienstgebäude diesmal untersagt.

Facebookseite der ADS

Die Regenbogenflagge, die international als Symbol für Toleranz, Akzeptanz, Vielfältigkeit und Hoffnung steht, ist formell gesehen jedoch keine Flagge und wurde daher nicht mehr zugelassen. Inzwischen ist diese Flagge bei uns als Zeichen für die Homosexuellenbewegung bekannt. Ein Schelm, wer böses dabei denkt, wenn eine CDU sich dagegen sperrt, diese zu zeigen.

Den Vorschlag einiger Facebookfans, die Flagge einfach dennoch zu hissen, mussten die Mitarbeiter des ADS leider ablehnen.

Rückgrat haben wir, aber nicht den Schlüssel zum Fahnenmast.

Antwort auf einen Kommentar bei Facebook

Es gibt einen Hintergrund für diesen Erlass, wie es scheint, ist die Toleranzbeflaggung Herrn Volker Kauder, Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag, vor einem Jahr sauer aufgestoßen.

Dem Vernehmen nach soll CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder im vergangenen Jahr die Regenbogenfahne vor der Antidiskriminierungstelle bei einer Bootsfahrt auf der Spree mit der britischen Königin und Bundespräsident Gauck negativ aufgefallen sein. Eine Wiederholung der Aktion gegen Homo- und Transphobie sollte wohl durch das nun ausgesprochene Verbot verhindert werden.

Queer.de

Offensichtlich scheint es Menschen wie Volker Kauder unangenehm zu sein, Zeichen für Toleranz zu zeigen oder auch nur zuzulassen, lieber wird weiterhin aufgrund eines Bauchgefühls diskriminiert. Dann wird auch nicht davor zurückgeschreckt, einer Antidiskriminierungsstelle zu verbieten, ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen.

Wow… Danke, für nichts, liebe Konservativen.

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Autor: Uwe Caspari

Saarländer, 1987 geboren, politisch linksliberal und seit 2009 aktiv in der Piratenpartei.

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