Bedingungsloses Grundeinkommen

Hier koennt ihr eine Petition für ein bedingungsloses
Grundeinkommen unterzeichnen

(Nach)name, Ort, Land reicht, wer seine Daten schuetzen möchte

e-mail Adr. wird nicht veröffentlicht

http://www.petitiononline.com/qd4e/petition.html

UND, bitte weitersagen!!!

Autor: Carsten Dobschat

Geboren 1974, links-liberal, früher Mitglied der SPD und Jusos, dann lange parteilos, später Piratenpartei, wieder parteilos und seit November 2016 wieder SPD-Mitglied - wenn auch mit Bauchschmerzen, aber man muss ja schließlich was tun gegen den Rechtsruck.

6 Gedanken zu „Bedingungsloses Grundeinkommen“

  1. Das Geld für dieses Grundeinkommen fällt ja nicht vom Himmel, sondern muss erwirtschaftet und durch Steuern und Abgaben eingezogen werden. Da wir in einer Demokratie leben, muss diese Mehrheit – und es wird wohl eine Mehrheit bleiben, die arbeitet und Steuern zahlt – dem via Wahlen die Legitimation erteilen. Nun ist es momentan so, dass die abgeführten Gelder einen Zweck erfüllen: Sie sichern den sozialen Frieden, ermöglichen Infrastruktur und sichern Menschen gegen die Risikien des Lebens wie Krankheit und Arbeitslosigkeit weitgehend ab. Umgekehrt erklären sich diese Menschen für den Leistungsbezug dieser Gelder zur Gegenleistung bereit. Warum nun sollte die Mehrheit Geld quasi „verschenken“, also ohne Gegenleistung zur Verfügung stellen? Das halte ich nicht für vermittelbar und persönlich lehne ich das auch völlig ab.

  2. Genau das ist nun mal das Problem: die Einstellung nur wer arbeitet wäre „produktiv und wertvoll“, die Du hier zeigst.
    Tatsache: selbst wenn es noch die Mehrheit ist, die durch eigene Arbeit ihren Lebensunterhalt bestreiten kann – lange kann das nicht mehr funktionieren, es gibt einfach immer weniger Arbeit.
    Außerdem wird nichts verschenkt: jeder, ob arbeitend oder nicht hätte den Anspruch auf dieses Grundeinkommen, d.h. wer arbeitet kann sich eben mehr leisten, wer nicht arbeitet (ob freiwillig oder nicht) eben nicht. Auf der anderen Seite werden die komplizierten Sozial- und Steuersysteme vereinfacht bzw. abgeschafft, so könnte so ein Grundeinkommen insgesamt am Ende sogar billiger werden als es das aktuelle Konstrukt ist…
    Aber wahrscheinlich muss es in Deutschland erst bundesweit eine Arbeitslosenquote von weit über 20% geben bevor es überhaupt die Bereitschaft gibt mal über alternative Systeme nachzudenken…

  3. Nein, genau das ist *nicht* meine Einstellung: Das nur der wertvoll sei, der arbeitet. Mir geht es um den Aspekt, dass ich nur bereit bin, von meinem verdienten Geld etwas abzugegen, wenn ich dafür etwas bekomme bzw. dies in meinem Sinn verwendet wird. Jeder kann sich frei entscheiden, nicht zu arbeiten. Aber dann wird sein Leben nicht durch meine Abgaben finanziert. Das ist der Punkt. Nicht mehr.

  4. Inzwischen haben die wenigsten die Freiheit zu entscheiden nicht zu arbeiten – sie können/dürfen einfach nicht arbeiten… die Tatsache solltest Du mal nicht aus den Augen verlieren. Wer will denn schon vom Existenzminimum leben? Ich kenne keinen, der das wirklich erstrebenswert findet.
    Und was die Mitbestimmung angeht wofür „Dein“ Geld ausgegeben wird: die beschränkt sich nun mal auf das Wählen alle paar Jahre und daran wird sich auch nichts ändern…

  5. Wer nicht arbeiten kann, weil er keine Arbeit *findet* oder weil er *nicht in der Lage ist* zu arbeiten, der hat die volle Unterstützung der Gesellschaft verdient. Und für den leiste ich gerne meinen Beitrag. Wer sich *bewusst* gegen die Arbeit entscheidet, weil er es *nicht will* , bekommt von mir _nichts_. Und Mitbestimmung kann man auch zwischen den Wahlen erreichen.

  6. Es wird leider immer übersehen, daß von den 81 Mio Bundesbürgern gerade mal nur noch 39 Mio erwerbstätig sind. Der große Rest lebt von „Transferleistungen“ (Bafög, Harz4, Kindergeld, Rente usw). Das ist heute schon und dauert keine 1000 Jahre.
    Einzig neu wäre diese „Transferleistungen“ zu einer einzigen zusammenzufassen und ohne Bedingungen an jeden Bürger auszuzahlen.
    Schon heute zahlt die Gesellschaft durchschnittlich 700 Euro/Monat an jeden Bürger, ein großteil versickert und geht durch Kontrolle und Schikane drauf. Brauchen wir wirklich Beamte, die unsre Betten nach Spermaflecken untersuchen?

    Was die „Arbeit“ selbst betrifft, so sind hier Arbeitsbedingungen und auch Arbeitszeit sehr entscheidend. Ob man 50 Std/Woche die Klosetts im Bahnhof putzt oder nur 2 Std/Woche ist ein ziemlicher Unterschied. Bei 2 Std/Woche könnte selbst so eine miese Arbeit noch Spaß machen…

    Daß die Menschen, die nicht arbeiten wollen, auch nichts bekommen (sollen) ist eine Utopie. Zum einen gibts kaum Menschen die patou nichts machen wollen, so daß es nix bringt nur ihretwegen Millionen andere, also letztendlich alle Bürger entsprechend zu kontrollieren und zu schikanieren. Außerdem wie und auf welcher Grundlage stellt man denn bei jemandem fest, der nicht arbeiten will, ob das nicht vielleicht auch eine Krankheit oder ähnliches ist…

    Perestroika

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